Boeing stellt dem Chef Bedingungen

Calhoun muss mehrere Krisen bewältigen.

Boeing 737-Max 8 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Boeing hat ein interessantes Detail im Vertrag mit seinem amtierenden CEO Dave Calhoun. Damit dieser Ende 2023 den vollen Bonus über sieben Millionen Dollar bekommt, muss er nicht nur die Krise um den gegroundeten Hoffnungsträger 737 Max lösen. Calhoun war Ende 2019 an die Spitze des US-Flugzeugbauers aufgerückt, nachdem der ehemalige Konzernchef Dennis Muilenberg im Kommunikationsdesaster um die Max-Zulassung den Posten räumen musste. 

Calhouns Pflichtenheft ist voll: Neben der weltweiten Max-Wiederzulassung steht dort auch die erfolgreiche Vermarktung des von Startschwierigkeiten geplagten Langstreckenjets 777X, des Raumschiffs "Starliner" und des Tankflugzeugs KC-46. Und diese Aufgaben haben es in sich: Technikprobleme verzögerten Erstflug und Auslieferung der 777X, der Unbekannte Testflug von "Starliner" musste Ende 2019 abgebrochen werden und die KC-46 kämpft mit Mehrkosten sowie Produktionsmängeln.

Zudem geht es bei der Max nicht einfach "nur" um Zulassungen der Luftsicherheitsbehörden weltweit. Nach langem Zögern hat Boeing zu Jahresbeginn die Produktion der Modellreihe eingestellt, was auch die Zulieferer finanziell massiv belastet. Die eigenen Kosten durch die nach zwei tödlichen Abstürzen ausgelöste Krise bezifferte Boeing zuletzt mit 18 Milliarden Dollar.

Autor: Carlo Sporkmann
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Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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