Boeing schöpft Kreditrahmen komplett aus

Neben dem Max-Debakel belastet Corona den Konzern.

(Foto: Boeing)

US-Flugzeugbauer Boeing unterstützt wegen der Corona-Pandemie seine Zulieferer und hat im Zuge dessen eine Kreditlinie über umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Euro komplett ausgeschöpft. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervor. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" hatte bereits vor einigen Tagen über das Milliarden-Darlehen berichtet.

Die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus setzt aktuell die ganze Luftfahrtbranche unter Druck: Airlines stellen reihenweise den Betrieb nahezu komplett ein, die Flughäfen ächzen, weil Gäste ausbleiben und Hersteller Airbus schickt die Mitarbeiter nach Hause. Ein Satz in der Boeing-Mitteilung lässt aber aufhorchen: Das Darlehen würde der gesamten Industrie zugutekommen, betont der Konzern. Ein großer Teil würde für Zahlungen an Zulieferer eingesetzt.

Denn die Zulieferer von Boeing leiden ohnehin schon massiv: Die Produktion der 737 Max ruht seit Jahresbeginn, weil der Konzern die Modellreihe nicht mehr ausliefern darf. Hunderte Jets hatte Boeing vorab auf Vorrat produziert – vermutlich nur, damit die meist vom Konzern abhängigen Zulieferer nicht pleite gehen. Nun wird ihre Existenz auch noch von Covid-19 bedroht.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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