Boeing-Embraer-Deal: EU-Kommission verlängert Prüffrist

Bis 30. April 2020.

Embraer E190-E2 (Foto: Jan Gruber).

Die kartellrechtliche Prüfung der Übernahme von 80 Prozent des zivilen Programms von Embraer durch Boeing wurde abermals verlängert. Die EU-Kommission teilte mit, dass die entsprechende Frist bis zum 30. April 2020 verlängert wurde. Bereits im Vorfeld äußerten die europäischen Wettbewerbshüter erhebliche Bedenken.

Die beiden Konzerne können die Zeit nun nutzen, um mögliche Bedenken durch freiwillige Zugeständnisse ausräumen zu können. Die Kartellbehörden der USA, von Japan und China haben bereits grünes Licht erteilt. Auf dem Heimatmarkt Brasilien ist das offizielle grüne Licht noch nicht erteilt worden. Die EU-Kommission verlängerte die Prüffrist nun neuerlich. Bedenken bestehen dahingehend, dass sich die Preise erhöhen könnten, denn Airbus kontrolliert das A220-Programm (vormals CSeries) und Boeing würde dann die E-Jet-Serie unter seinen Fittichen haben. Hierdurch würde sich der Weltmarkt in zwei Blöcke aufteilen, denn die anderen Hersteller spielen derzeit keine nennenswerte Rolle.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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