Austrian setzt auf den "Shanghai-Express"

Weiterhin tägliche Frachtflüge zwischen der chinesischen Metropole und Wien. Zertifizierungsprozess für temporären Umbau von Passagier- zu Frachtkabinen läuft.

Bereits seit Anfang April fliegt die AUA täglich nach Shanghai - daran soll sich vorerst nichts ändern (Foto: Pixabay).

Viel Flugverkehr gibt es derzeit am Vienna International Airport nicht mehr: Ganze 20 Landungen sind etwa am heutigen Mittwoch geplant - die meisten davon sind Frachtflüge. Nach dem Abschluss der Rückholer-Aktion bleiben auch die Flugzeuge von Austrian Airlines fast ausschließlich am Boden - nur noch 10 Maschinen werden prinzipiell betriebsbereit gehalten, die wenigsten von fliegen allerdings tatsächlich. "Die Anzahl der aktiven Flugzeuge kann sich je nach Bedarf ändern - wir können ja recht kurzfristig (innerhalb von maximal 48 Stunden) geparkte Flugzeuge wieder flugfähig machen", erklärte eine AUA-Sprecherin gegenüber AviationNetOnline.

Austrian Airlines hält derzeit zehn Flugzeuge betriebsbereit: Vier Maschinen aus der A320-Familie, zwei Boeing 767-300ER und vier Boeing 777-200ER.

Zumindest einen täglichen Austrian-Flug gibt es allerdings weiterhin: Der befördert jedoch nur Fracht und keine Passagiere und rotiert aktuell als Flugpaar OS6005/6 einmal täglich zwischen Wien und Shanghai. "Diese Verbindung werden wir solange fliegen, solange es entsprechenden Bedarf gibt", so die Sprecherin der Fluglinie. Die Shanghai-Rotation wird teils mit Boeing 767 und teils mit der 777 bedient (OS6005 auf Flightradar24.com).

Darüber hinaus sind aktuell jeweils fünf AUA-Flüge nach Xiamen (China) und Penang (Malaysia) geplant. Dabei muss es aber nicht bleiben: "Zu Cargotransporten erhalten wir regelmäßig neue Anfragen. Wir können hier bei Bedarf auch kurzfristig noch zusätzliche Flüge auf die Beine stellen", heißt es von Austrian Airlines.

Air Canada hat aus drei Boeing 777 die Passagiersitze ausbauen lassen (Foto: Air Canada).

Einzelne Flugzeuge könnten dabei auch noch besser für den Frachttransport vorbereitet werden - beispielsweise durch den Ausbau von Sitzreihen: "Wir befinden uns gerade im entsprechenden Zertifizierungsprozess für den technischen Umbau. Wenn dieser abgeschlossen ist, können wir je nach Kapazitätsbedarf der Kunden die notwendigen Ausbauten in kurzer Zeit durchführen", so die AUA-Sprecherin. Ähnliches hat vor kurzem beispielsweise Air Canada bei drei Boeing 777-300ER gemacht, die dadurch mit fast 90 Tonnen Fracht beladen werden können.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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