Austrian reagiert auf Rückerstattungs-Kritik

Laut dem Unternehmen gibt es eine Reihe von Gründen, warum Refundierungen noch nicht abgeschlossen werden konnten - unter anderem, dass mitunter gar kein Antrag eingebracht worden ist.

Die AUA hat zwar vor kurzem verkündet, alle bis Ende Juni eingegangenen Refundierungen abgearbeitet zu haben - einige Kundinnen und Kunden warten aber trotzdem weiterhin auf ihr Geld (Foto: Martin Metzenbauer).

Erst vor ein paar Tagen hat Austrian Airlines erklärt, dass alle Rückerstattungen, die bis Ende Juni eingegangen sind, abgearbeitet wurden - AviationNetOnline hat darüber berichtet. Das klingt zwar im Interesse der Passagiere gut - in sozialen Medien hat sich allerdings Unmut dazu breit gemacht. Unter anderem haben User auf dem Facebook-Auftritt von AviationNetOnline erklärt, dass sie weiterhin auf ihre Refundierungen warten würden.

Von Seiten der AUA hieß es auf Anfrage unserer Redaktion, dass es "nach wie vor einige wenige Sonderfälle, die aktuell noch bearbeitet werden", gebe. Man habe von Seiten der Unternehmenskommunikation Fälle nachrecherchiert und eine Reihe von Gründe feststellen, warum eine Rückerstattung aus dem genannten Zeitraum (von März bis Ende Juni) noch nicht bearbeitet wurde:

  • In manchen Fällen sei demnach überhaupt kein Rückerstattungsantrag eingereicht worden - nur damit könne eine Bearbeitung durchgeführt werden (der Antrag ist unter folgendem Link zu finden: www.austrian.com/at/de/anfrage-rueckerstattung).
  • "Kunden, die sich zunächst zwecks Refund bei unseren Service Centern oder online gemeldet haben, wurden informiert, dass neben einer Rückerstattung auch eine Ruhendstellung und Umbuchung des Fluges möglich ist. Die Kunden wurden hier gebeten, ihre gewünschte Lösung nochmal zu bestätigen", wurde von AUA-Sprecherin Tanja Gruber als weiterer Grund für eine Nicht-Refundierung genannt: "Die Fälle all jener Passagiere, die ihren Refundantrag daraufhin bestätigt haben, wurden bis Ende August bearbeitet. Einige Kunden haben sich auf unsere damalige Nachfrage jedoch leider nicht zurückgemeldet. Diese Fälle konnten daher noch nicht bearbeitet werden."
  • Zudem gebe es einige wenige Fälle, die komplexer zu bearbeiten seien. "Darunter fallen zum Beispiel Tickets, die bereits mehrfach umgebucht wurden oder Rückerstattungen, die - wie standardmäßig immer der Fall - auf jenes Zahlungsmittel überwiesen wurden, mit dem das ursprüngliche Ticket bezahlt wurde. In einzelnen Fällen existiert dieses Konto/die verwendete Kreditkarte nicht mehr, daher ist eine erneute Bearbeitung erforderlich. Diese Fälle werden gerade von unseren Experten bearbeitet und innerhalb der nächsten Tage ausbezahlt", so die Austrian-Sprecherin.
  • Und schließlich noch: "Sollte die Ticketbuchung über ein Reisebüro oder eine Onlineplattform erfolgt sein, so muss auch dort die Rückerstattung beantragt werden. Austrian Airlines hat bis auf wenige Sonderfälle auch alle Rückerstattung an heimische Reisebüros für den genannten Zeitraum (Anträge die von März bis Ende Juni eingegangen sind) durchgeführt", erklärte Tanja Gruber gegenüber AviationNetOnline.

"Selbstverständlich möchte ich mich auch nochmal bei allen betroffenen Passagiere für die lange Wartezeit und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten entschuldigen", so die AUA-Sprecherin.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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