Austrian Airlines: Wegen Corona nach Sydney, Lima und Buenos Aires

Durch die Rückkehrflüge steuert die AUA ungewohnte exotische Destinationen an.

In Punta Cana sind Flugzeuge von Austrian Airlines nicht oft zu sehen - am 24. März 2020 holte eine Boeing 767 (OE-LAX) Reisende aus der Dominikanischen Republik ab (Foto: Austrian Airlines).

Der Großteil der Austrian-Airlines-Flotte ist zwar eingemottet und wartet auf bessere Zeiten - insgesamt elf Flugzeuge werden aber aktiv gehalten, um Rückkehr- und Frachtflüge durchzuführen. Gerade letztere sind mittlerweile für die Versorgung Österreichs und anderer Länder mit dringend benötigten medizinischen Lieferungen immens wichtig geworden.

So kommt am heutigen Donnerstag eine weitere Boeing 777 aus Xiamen in Wien mit Gütern an, die zum Großteil für Italien bestimmt sind. Die Maschine mit der Kennung OE-LPD fliegt daher nach einem kurzen Zwischenstopp in Schwechat nach Rom-Fiumicino weiter. Donnerstagabend startet abermals eine Boeing 777 in Richtung Xiamen, die Medizinprodukte mit Bestimmungsort Österreich bringt. Ebenfalls heute fliegt auch noch eine Boeing 767 nach Shanghai um solche dringend benötigten Artikel nach Wien zu transportieren.

Die aktive AUA-Flotte besteht mit Stand 26. März 2020 aus elf Flugzeugen: Vier Boeing 777, zwei 767, zwei Airbus A321 und drei A320 (Quelle: Austrian Airlines).

Am heutigen Donnerstag startet auch noch eine Boeing 777 von Wien nach Frankfurt und zurück: "Das ist ein kommerzieller Cargo-Transport, der mit Corona nichts zu tun hat", erklärte dazu eine Sprecherin von Austrian Airlines.

Was die Rückkehr-Aktionen betrifft, plant die die AUA in den nächsten Tagen einige recht spektakuläre Langstrecken-Destinationen anzusteuern: Ein Flug von Colombo über Delhi nach Wien heute ist dabei noch nicht wirklich spannend - die Flüge Lima-Wien am 27. und Denpasar-Kuala Lumpur-Wien am 28. März 2020 bewegen sich schon deutlich abseits des sonst des in den letzten Jahren üblichen Austrian-Airlines-Streckennetzes. Diese beiden Flüge sind bereits fixiert - im Gegensatz zu drei anderen Rotationen.

Ohne den (freiwilligen!) Einsatz der Kabinen- und Cockpitcrews währen die Rückkehrflüge nicht möglich - hier ein Erinnerungsfoto aus Cancun in Mexiko (Foto: Austrian Airlines).

So sind derzeit die Flüge Manila-Hanoi-Wien am 30. März 2020 sowie Santiago de Chile-Buenos Aires-Wien und Sydney-Penang-Wien am 31. März 2020 noch in Vorbereitung bzw. Planung. "Um notwendige Prüfschritte anzustoßen, müssen wir die Flüge publizieren. Daher kann es immer wieder sein, dass Flüge veröffentlicht sind, aber eben noch nicht fixiert, eweil beispielsweise Verkehrsrechte oder ähnliches fehlen", so die AUA-Sprecherin gegenüber AviationNetOnline. Insgesamt hat Austrian Airline bislang 34 Heimkehrer-Flüge aufgrund der Coronavirus-Pandemie durchgeführt - sowohl auf der Kurz- und Mittel- wie auch auf der Langstrecke.

Fracht wird nicht nur im Belly sondern auch in der Kabine transportiert: Hier wird gerade die Economy Class in Xiamen für Hilfslieferungen vorbereitet (Foto: Austrian Airlines).

Die Flüge können über die erst vor kurzem eingerichtete Website heimflug.austrian.com gebucht werden - auch für Verbindungen, die von Lauda und Level angeboten werden. "Bis jetzt sind die Erfahrungen damit durchwegs positiv. Wir haben dafür kurzfristig in einer Lounge auf der Station Wien ein Rebooking Center eingerichtet, dort werden die Tickets der Flüge ausgestellt. Die Website selbst wurde von Austrian innerhalb von wenigen Tagen gebaut", erklärte die AUA-Sprecherin. 

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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