Austrian Airlines vor Flotten- und Personalabbau

Carrier rechnet mit äußerst geringer Nachfrage in der Zeit "nach Corona".

Foto: Thomas Ramgraber.

„Das bereits begonnenen Restrukturierungsprogramme bei Austrian Airlines wird durch die Coronakrise nochmals verschärft“, mit diesen Worten kündigt AUA-Konzernmutter Lufthansa an, dass beim österreichischen Ableger größere Veränderungen bevorstehen. Dies wird unweigerlich auch zur Verkleinerung der Flotte und des Personalstands führen.

Austrian Airlines rechnet damit, dass im Sommer 2020 die Nachfrage maximal 25 bis 50 Prozent des Vorjahresniveaus ausmachen wird. Dies hängt auch damit zusammen, dass mit einer vollständigen Reisefreiheit, wie sie vor der Corona-Pandemie bestanden hat, kurzfristig nicht zu rechnen ist. Auch im Jahr 2021 rechnet die Lufthansa-Tochter mit einer niedrigen Nachfrage. Die Rekordwerte des Jahres 2019 wird man so schnell nicht mehr erreichen können.

In einer Medienmitteilung schreibt Austrian Airlines, dass man sich in Abstimmung mit den Sozialpartnern, der Konzernmutter Lufthansa und der österreichischen Regierung auf ein stark verändertes Reiseverhalten vorbereitet. Dies macht entsprechende Anpassungen des Unternehmens notwendig.

„Die Welt, in die wir fliegen werden, wird eine andere sein. Die Menschen werden zwar wieder reisen, aber Wirtschaft, Tourismus und auch die Bedürfnisse der Passagiere werden sich nach der Coronakrise geändert haben. Wir werden unser Unternehmen darauf ausrichten, diese Herausforderung zu meistern“, so AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. Bereits vor einigen Tagen deutete er im Gespräch mit AviationNetOnline bevorstehende Maßnahmen an.

Nach Angaben des Carriers wird die Flotte verkleinert. Weiters sollen nicht näher bezeichnete „Restrukturierungmaßnahmen“ gesetzt werden. Diese sind noch nicht final definiert und hängen auch vom weiteren Verlauf der Pandemie hab. Zum Abbau von Jobs wird es jedenfalls kommen, wobei von Hoensbroech dazu sagt:„Unser Ziel bleibt es, so viele Flugverbindungen und so viele Arbeitsplatze wie möglich zu erhalten“. 

Das Drehkreuz Wien, das in den letzten Tagen medial angezweifelt wurde, soll jedenfalls erhalten bleiben. AUA-Chef Alexis von Hoensbroech.dazu: „Was immer nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen, werden wir tun. Daher bleibt auch unser am Anfang der Krise gesetztes Motto weiterhin gültig: Der aktuelle Stillstand ist kein “Good Bye“ sondern ein “See you later“.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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