Austrian Airlines reduziert Klagenfurt-Wien

Maximal drei tägliche Flüge ab der Winterflugplanperiode 2019/20.

DHC Dash 8-400 (Foto: Martin Metzenbauer).

Auf dem Flughafen Klagenfurt wird es im Winterflugplan 2019/20 noch ruhiger, denn Austrian Airlines wird die Hub-Anbindung nach Wien um eine tägliche Frequenz reduzieren. Die Lufthansa-Tochter wird maximaimal dreimal täglich mit DHC Dash 8-400 fliegen, berichtet der Österreichische Rundfunk unter Berufung auf einen Sprecher.

An Samstagen werden nur noch zwei tägliche Umläufe anboten. Im ersten Quartal des Jahres 2020 soll Mittwochs ebenfalls nur im doppelten Tagesrand geflogen werden. Ein Sprecher der Airline bestätigte auch, dass derzeit geplant ist, dass im Sommerflugplan 2020 maximal drei tägliche Frequenzen angeboten werden, lässt jedoch offen, dass es möglicherweise wieder zu einer Aufstockung kommen könnte. Als Grund für die Reduktion gibt das Unternehmen „zu geringe Nachfrage“ an.

Spätestens ab 2021 soll die Route mit Embraer 195 bedient werden. Hintergrund ist, dass der Maschinentyp DHC Dash 8-400 bis dahin die Flotte verlassen wird. Da dieser über eine größere Sitzplatzkapazität verfügt und pro Leg auch mehr Treibstoff benötigt, könnte die Route möglicherweise weiter reduziert werden. Ob das Aufkommen zwischen Wien und Klagenfurt vv. Langfristig profitabel mit Regionaljets zu betreiben ist, wird sich zeigen.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech erklärte zuletzt, dass auch im Sinne des Klimaschutzes die Routen innerhalb Österreichs aufgegeben werden sollen. Hiervon könnte durchaus auch Klagenfurt betroffen sein, wobei die geografische Lage und lange Bodentransportwege – ähnlich wie in Innsbruck – derzeit keine Alternative darstellen. Für den Flughafen Klagenfurt dürfte die jüngste Ankündigung der Streckenreduktion jedoch einen weiteren Rückschlag bedeuten, denn immerhin gehen dem Airport dadurch insbesondere Einnahmen verloren.

AUA-CCO Andreas Otto deutete zuletzt an, dass zur Aufrechterhaltung der Routen innerhalb Österreichs auch verschiedene Modelle wie Landesförderungen und/oder PSO geprüft werden. Die Strecken wären weitgehend nicht wirtschaftlich, berichtete AviationNetOnline.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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