Austrian Airlines: Anzahl der Flugzeuge wird um ein Viertel reduziert

Sämtliche Dash 8 und Airbus A319 sowie drei Boeing 767 werden stillgelegt.

Nach dem Neustart werden nur noch drei statt sechs Boeing 767 für die AUA unterwegs sein (Foto: Martin Metzenbauer).

Wann genau Austrian Airlines wieder einen regulären Flugbetrieb aufnehmen wird, steht derzeit noch in den Sternen - dass der Neustart allerdings deutlich redimensioniert stattfinden wird, ist hingegen klar: Für heuer prognostiziert der österreichische Carrier eine Nachfrage von 25-50 Prozent, bis Ende 2021 werden maximal 75 Prozent erwartet. AUA-Vorstandsmitglied Andreas Otto dazu: "Die gesamten Airline Industrie ist pessimistisch. Wir müssen davon ausgehen, dass wir das 'Vor-Corona-Niveau' frühestens 2023 wieder erreichen werden."

Das Phase-Out der Dash 8 wurde bereits vor längerer Zeit beschlossen (Foto: Maximilian Gruber).

Diese vermutlich deutlich verminderte Nachfrage in den nächsten Jahren wird sich zuerst einmal in der Flottengröße niederschlagen, wie die AUA am Dienstag bekanntgegeben hat: Neben dem bereits begonnenen Phase-Out der ursprünglich 18 Dash-Turboprops sollen bis 2022 auch alle sieben Airbus A319 sowie drei der sechs Boeing 767 in den Ruhestand geschickt werden. Bei den Flugzeugen vom Typ Boeing 767 handelt es sich um jene mit den Registrierungen OE-LAT, OE-LAW und OE-LAX, welche mit durchschnittlich 28 Jahren zu den ältesten Flugzeugen bei der AUA gehören. Der Neustart-Plan sieht 2022 eine Flotte von rund 60 Flugzeugen vor, davon neun Langstreckenflugzeuge. Da vorwiegend kleinere Flugzeuge stillgelegt werden, entspricht das einer Kapazitätsreduktion von etwa 20 Prozent bei einer Rücknahme der Anzahl der Flugzeuge von rund einem Viertel.

Die sieben Airbus A319 werden ausgeflottet (Foto: Peter Unmuth). 

Trotz der Flotten-Verkleinerung sollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten werden - genaue Zahlen gibt es allerdings noch nicht, entsprechende Gespräche dazu mit den Betriebsräten sind bereits im Gange. "Wir sind unverschuldet in diese Krise geraten. Nun ist es unsere Verantwortung, Austrian Airlines zukunftsfit für die Zeit nach Corona zu machen. Wir wollen unser Langstrecken-Drehkreuz erhalten, auch wenn uns erstmal keine andere Wahl bleibt, als uns an den etwas kleineren Markt anzupassen. Zukunftsfit bedeutet auch, dass wir in der Lage sein müssen, unsere Flugzeuge, Gebühren, Löhne und Investitionen zu finanzieren und natürlich auch etwaige Belastungen und Kredite aus dem Corona-Grounding zurückzuzahlen", erklärte Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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