Austrian Airlines: 99 Millionen Minus im Q2

Umsatz ging um 94 Prozent zurück.

Der Flugbetrieb nach dem Lockdown wurde erst Mitte Juni wieder aufgenommen (Foto: Martin Metzenbauer).

Erwartungsgemäß hat sich die Corona-Krise auch massiv auf die - Donnerstagfrüh veröffentlichten - Quartalszahlen bei Austrian Airlines ausgewirkt: Der Umsatz ist in den Monaten April bis Juni im Vorjahresvergleich um 94 Prozent auf 35 Millionen Euro eingebrochen, die Gesamterlöse sind im selben Zeitraum um 90 Prozent auf 59 Millionen Euro gesunken. Die Gesamtaufwendungen sind im zweiten Quartal bei 158 Millionen Euro gelegen, was einem Rückgang von 72 Prozent entspricht. Das Adjusted EBIT im zweiten Quartal hat letztlich minus 99 Millionen Euro betragen - im Jahr 2019 sind es noch plus 46 Millionen Euro gewesen.

"Die Corona-Krise hat die Airline-Branche mit voller Wucht getroffen. Die weltweiten Reisebeschränkungen haben den Betrieb im zweiten Quartal fast zur Gänze zum Erliegen gebracht. Erst seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs am 15. Juni erholt sich unser Geschäft langsam", erklärte dazu Austrian Airlines CFO Wolfgang Jani.

Langsames Hochfahren
Der Blick in die Zukunft ist verhalten optimistisch: Austrian Airlines hätte im Juli eine Vielzahl an kurzfristigen Buchungseingängen, "die sie zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt", wie es in einer Aussendung heißt. Gut gebucht seien vor allem Feriendestinationen - Strecken wie Athen, Larnaka oder Thessaloniki würden beispielsweise einen durchschnittlichen Sitzladefaktor von rund 90 Prozent zeigen. Im Nachbarschaftsverkehr hätten die Flüge nach Deutschland und in die Schweiz im Durchschnitt eine Auslastung zwischen 60 und 70 Prozent.

"Geschäftsreisen und auch touristische Reisen kommen schrittweise zurück. Dennoch erwarten wir nur ein langsames Hochfahren der Luftfahrtwirtschaft. Die Krise ist noch lange nicht vorbei und das wird sich auch in den Gesamtjahreszahlen widerspiegeln", so der scheidende Chief Financial Officer Wolfgang Jani.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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