AUA will Kurzarbeit verlängern und muss Neustart verschieben

Details zur Staatshilfe werden im Mai erwartet.

AUA-Parkplatz am Flughafen Wien (Foto: Thomas Ramgraber).

An sich hat die AUA ihren Flugbetrieb bis 3. Mai 2020 eingestellt. Dass dieses Datum nicht halten würde, war aber zuletzt schon relativ klar, nun wurde der Neustart "offiziell" verschoben - und zwar auf 17. Mai 2020. Ob Austrian Airlines allerdings ab diesem Zeitpunkt wieder - abgesehen von den aktuellen Frachtverbindungen - tatsächlich wieder in der Luft sein wird, ist mehr als fraglich.

Das wirkt sich jedenfalls auch auf die Kurzarbeit aus, die ja vorerst auf ein Monat beschränkt gewesen wäre und am kommenden Wochenende endet: "Da wir unser reguläres Flugprogramm aufgrund der Reisebeschränkungen weiter streichen müssen, gehen wir davon aus, dass wir auch die Kurzarbeit verlängern müssen. Dazu sind wir in Gesprächen mit dem Betriebsrat", erklärte AUA-Sprecher Peter Thier gegenüber AviationNetOnline.

Konkreteres zu Staatshilfe in frühestens zwei Wochen
Dazu, wie es darüber hinaus weitergehen wird, gibt es nun auch schon einen zumindest groben Fahrplan: "Wir haben vergangene Woche die Gespräche begonnen. Ich gehe auf Grundlage der mir zur Verfügung stehenden Informationen davon aus, dass wir im Mai Konkreteres dazu sagen werden können", so Peter Thier.

Die diesbezügliche Gerüchteküche brodelt jedenfalls schon: So hat das Luftfahrtportal "Austrian Wings" in einem Artikel behauptet, dass das Management das 13. und 14. Monatsgehalt streichen sowie die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden erhöhen wolle. "Ich möchte das im Detail nicht kommentieren, aber gerne in Kontext setzen: Wir müssen uns derzeit leider auch mit der Zeit nach Corona auseinandersetzen, die laut Prognosen leider alles andere als himmelblau aussieht. Der Spagat dabei ist: wie schaffen wir es, möglichst viele Mitarbeiter bei unserem Neustart mitzunehmen, wenn die Nachfrage aber frühestens erst in drei Jahren und wenn dann überhaupt auf Vor-Corona-Niveau ist? Darüber denken wir gerade nach. Dass das zu Irritationen geführt hat, tut uns leid", erklärte Austrian-Airlines-Sprecher Thier.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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