AUA verlängert "Betriebspause" bis 19. April 2020

Rund 7.000 Beschäftigte in Kurzarbeit.

Foto: Thomas Ramgraber.

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines teilte am Montagvormittag mit, dass die temporäre Einstellung des regulären Flugbetriebs bis zumindest 19. April 2020 verlängert wird. Die rund 7.000 Beschäftigten sollen bis dahin in Kurzarbeit gestellt sein. Rückholflüge wird der Carrier weiterhin im Auftrag des Außenministeriums durchführen.

So fliegen heute zwei Langstreckenflugzeuge des Typs B777 nach Punta Cana, Havanna und Mexico City, um im Auftrag des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten gestrandete Österreicherinnen und Österreicher nach Hause zu fliegen.

„Wir bitten unsere Passagiere um Geduld für die Wartezeit bei der Bearbeitung Ihrer Anfragen. Ich versichere, dass unsere Servicemitarbeiter die Umbuchungen und Anfragen so rasch wie möglich bearbeiten“, so Chief Commercial Officer Andreas Otto in einer Aussendung.

 Zur Kurzarbeit teilte das Unternehmen wie folgt mit: „Die ‚Corona-Kurzarbeit‘ sieht eine Reduktion der Arbeitszeit auf bis zu 10% mit einem Gehalt von bis zu 90% vor. Die Differenz wird durch eine AMS-Förderung abgedeckt, bzw. durch Austrian aufgefüllt. Austrian Airlines hat diese Vereinbarung vorerst für einen Monat abgeschlossen, beginnend mit dem 20. März 2020 mit Verlängerungsoption auf weitere Monate, je nach weiterer Entwicklung der Situation. Maximal ist die Dauer der Kurzarbeit für sechs Monate möglich. Auch alle Führungskräfte nehmen grundsätzlich an der Kurzarbeit teil. Der Vorstand hat jedoch die Möglichkeit, aufgrund betrieblicher Notwendigkeit Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zu exkludieren. In diesem Fall wird ein Gehaltsverzicht vereinbart.“

„Ich möchte mich beim AMS für die rasche und pragmatische Hilfe bedanken und bei den Sozialpartnern für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Kurzarbeitsverhandlungen. Damit wird Austrian Airlines vorerst erheblich entlastet. Jetzt richten wir den Blick nach vorne und bereiten uns darauf vor, den Flugbetrieb nach dem Corona-bedingten Stillstand möglichst bald wieder hochzufahren“, so AUA-Chef Alexis von Hoensbroech.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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