AUA: Sorge wegen weiterer Reisewarnungen

Deutschland, Schweiz und Belgien seien "sehr wichtige Märkte" für Austrian Airlines - Kapazitätsanpassungen werden nicht ausgeschlossen.

Airbus A320 von Austrian Airlines (Foto: Thomas Ramgraber).

Nach der Schweiz haben nun auch Deutschland und Belgien die Region Wien wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen auf ihre jeweiligen "roten Listen" gesetzt - AviationNetOnline hat am Mittwoch darüber berichtet. Reisende, die sich in Wien aufgehalten haben, müssen nach ihrer Rückkehr zum Corona-Test oder überhaupt gleich in Quarantäne.

Diese Reisewarnungen führen verständlicherweise bei den Airlines zu Unruhe und teilweise auch zu Anpassungen - am Mittwoch haben sowohl AUA als auch Swiss bekannt gegeben, dass auf den Verbindungen zwischen Wien und der Schweiz mitunter kleineres Fluggerät genutzt wird.

Dass für Wien nun aber gleich von drei Zielmärkten des Homecarriers Austrian Airlines Reisewarnungen ausgesprochen wurden, trifft die AUA natürlich gleich noch einmal stärker - wobei diese "aktuell nicht zu unmittelbaren Änderungen in unserem Flugplan" führen, wie AUA-Sprecherin Tanja Gruber gegenüber AviationNetOnline erklärte: "Wir beobachten die Lage jedoch sehr genau und können zum jetzigen Zeitpunkt Kapazitätsanpassungen nicht ausschließen. Da Deutschland und die Schweiz für Austrian Airlines sehr wichtige Märkte darstellen, verfolgen wir diese Entwicklung mit Sorge."

An die Passagiere appelliert die Austrian-Sprecherin, sich vor Reiseantritt auf der Website des Österreichischen Außenministeriums über die individuellen Länderregelungen zu informieren. "Fluggäste sollen sich auch darüber informieren, ob es in Ihrem Reiseland unterschiedliche Regelungen gibt (z.B. für deutsche Bundesländer). Je nach Regelung ist ein negativer PCR-Test und/oder eine Quarantäne bei vorhergehendem Aufenthalt in Wien erforderlich", so Tanja Gruber. An Bord der AUA-Flugzeuge wird zur Abfrage des Aufenthaltsorts ab sofort ein entsprechendes Formular ausgegeben.

Einmal mehr wird in diesem Zusammenhang von Seiten der Austrian Airlines an die Politik appelliert: Die nationalen Reiseverordnungen "tragen zur weiteren Verunsicherung bei den Fluggästen bei und hemmen eine positive Wirtschaftsentwicklung. Austrian Airlines spricht sich abermals für eine einheitliche europäische Reisepolitik und kostenfreie Tests für Reisende aus Risikogebieten aus. Wer gesund ist, soll auch reisen dürfen", erklärte die AUA-Sprecherin gegenüber AviationNetOnline.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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