AUA-Chef: "Mit leeren Flugzeugen fliegen, das kann jeder"

Alexis von Hoensbroech reagiert auf die Marktanteilsgewinne von Wizz Air.

Foto: Martin Metzenbauer

Wizz-Air-Chef József Váradi erklärte vor zwei Tagen in Wien nicht ohne Stolz, dass der Marktanteil seiner Airline in Österreich im Zuge der Corona-Pandemie deutlich gestiegen ist. Im Gegensatz dazu sank jener des krisengeschüttelten Flag Carriers Austrian Airlines merkbar - AviationNetOnline berichtete.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech hat auf diese Ansage im Zuge eines Interviews mit dem "Kurier" postwendend reagiert: "Ich kann nur sagen: Mit leeren Flugzeugen fliegen, das kann jeder. Wir fliegen mit Augenmaß und achten darauf, dass die wenigen Flieger, die wir in der Luft haben, gut ausgelastet und damit wirtschaftlich sind", so der Austrian-CEO im Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung.

Wie hoch die Auslastung der einzelnen Airlines allerdings wirklich konkret ist, darüber herrscht vor allem im Detail Schweigen: Bei der AUA wurden beispielsweise im Nachbarschaftsverkehr mit Deutschland und der Schweiz 60 bis 70 Prozent genannt - Feriendestinationen seien hingegen besser ausgelastet gewesen. Wizz Air hat - im gesamten Netzwerk - von April bis August einen Ladefaktor von 63 Prozent angegeben. Im August alleine habe dieser hingegen bereits über 70 Prozent betragen.

Kritik übte von Hoensbroech im "Kurier"-Interview auch an der den nationalen Entscheidungen einzelner Staaten: "Jedes Land überbietet sich mit kurzfristigeren und noch radikaleren Einschränkungen. Wir glauben, dass das der falsche Weg ist. Reisefreiheit und Gesundheitsschutz sind vereinbar." Dafür gelte es, neue Testprogramme aufzuziehen - Quarantäne oder Reisebeschränkungen seien falsche Wege, so der AUA-Chef.

Trotzdem zeigt sich Alexis von Hoensbroech hinsichtlich der weiteren Entwicklungen grundsätzlich optimistisch - seine Zuversicht für die längerfristige Zukunft sei "ungebrochen". Die Luftfahrtbranche werde "perspektivisch nicht nur auf das alte Niveau, sondern darüber hinaus wachsen." Die AUA im Speziellen hat deren Chef dabei allerdings nicht explizit angesprochen...

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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