Andreas Gruber vor Alleingeschäftsführung bei Lauda

CEO Colin Casey könnte laut Michael O'Leary nach Irland zurückkehren.

Die Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber und Colin Casey in Schwechat (Foto: Thomas Ramgraber).

Bei der österreichischen Billigfluggesellschaft Ryanair bahnt sich eine Änderung in der Geschäftsleitung an, wie Michael O’Leary im Gespräch mit AviationNetOnline bestätigte. Entgegen diverser Gerüchte, die in den letzten Tagen entstanden sind, soll allerdings nicht Andreas Gruber ausscheiden, sondern möglicherweise der CEO, Colin Casey.

Michael O’Leary betonte gegenüber AviationNetOnline, dass der Hintergrund außerordentlich tragisch ist und „rein gar nichts mit Lauda, Ryanair oder so“ zu tun hat. „Colin und ich haben noch keine Entscheidung getroffen. Wenn er nicht mehr bei Lauda bleiben möchte, dann kann er eine andere Funktion in Irland übernehmen. Darum geht es aber nicht, denn der Hintergrund ist absolut tragisch und seine Familie braucht ihn einfach 24/7. Ich stehe hinter ihm, er ist ein Top-Manager.“

Andreas Gruber könnte daher wieder als Alleingeschäftsführer von Lauda fungieren. Dazu Michael O'Leary: „Ich verstehe nicht warum sich jetzt manche Journalisten zusammenreimen, dass wir ihn ersetzen, nur weil er ausnahmsweise mal im Urlaub ist. Er bleibt Geschäftsführer und warum glauben eigentlich alle in Österreich immer, dass man zwingend zwei Geschäftsführer haben muss? Wir machen mit Andreas weiter. Im operativen Bereich werden wir in der Ebene unter der Geschäftsführung verstärken, denn Lauda wächst sehr stark und ebenso stark muss dieser Bereich wachsen.“

Die Fluggesellschaft Lauda wird höhere Verluste schreiben als noch im Feber 2019 angekündigt. Michael O’Leary plante damals mit rund 50 Millionen Euro Verlust. Dieses Ziel wird man nicht erreichen, den momentan geht der Group-CEO von einem Verlust in der Höhe von 70 bis 75 Millionen aus und damit um rund ein Viertel mehr als geplant. Die Gründe ortet er im harten Wettbewerb in Wien, aber auch, dass Lauda stärker als ursprünglich geplant expandieren würde. Im darauffolgenden Geschäftsjahr solle die Tochtergesellschaft allerdings profitabel sein.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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