ANA nach Wien zurückgekehrt

Zusammen mit den täglichen Flügen von Austrian Airlines werden im Sommerflugplan bis zu vierzehn Flüge pro Woche zwischen Wien und Tokio angeboten.

Der Flughafen Wien freute sich über die Rückkehr der japanischen Airline (Foto: Thomas Ramgraber).

17 Jahre sind vergangen, seit die japanische All Nippon Airways - kurz ANA - dem Flughafen Wien den Rücken gekehrt hat. Am heutigen Sonntag ist sie zurückgekommen, um ab sofort die österreichische Hauptstadt wieder mit Tokio zu verbinden. Die größte japanische Airline steuert dabei täglich den Flughafen Haneda an, der besonders aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt bei Passagieren beliebt ist.

ANA fliegt dabei im sogenannten J+ Europe/Japan Joint Venture gemeinsam mit der Lufthansa Group. Auch Austrian Airlines hebt im kommenden Sommerflugplan nach der Winterpause wieder in Richtung Tokio ab - und erhöht dabei von fünf wöchentlichen Flügen im letzten Jahr auf eine tägliche Verbindung.

Nach 17 Jahren ist ANA wieder an den Flughafen Wien zurückgekehrt (Foto: Thomas Ramgraber).

Nachdem die AUA-eigene Flugverbindung von Wien nach Tokio zwischen 2016 bis 2018 aufgrund der Wirtschaftslage in Japan pausiert wurde, gibt man der Strecke nun offenbar wieder größeres Vertrauen. Zum einen wächst die Wirtschaft in Japan wieder deutlich, viele große japanische Konzerne schreiben Rekordgewinne, die Arbeitslosenrate ist extrem niedrig. Und auch das Handelsvolumen zwischen Österreich und dem Land der aufgehenden Sonne ist zuletzt wieder ordentlich angestiegen - von rund 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf etwa 3 Milliarden Euro 2017.

Zum anderen ist - nicht zuletzt aufgrund der guten Wirtschaftslage in Japan - auch der Tourismus ein wichtiger Faktor für die Flüge zwischen Wien und Tokio: 2017 sind rund 120.000 Reisende aus Japan in Wien angekommen, österreichweit waren es mehr als 200.000. Dabei besteht aber noch Luft nach oben, nachdem die Zahl der japanischen Touristen in Wien in den Jahren 2013 bis 2016 rückläufig war und erst 2017 wieder leicht angestiegen ist. Natürlich ist Japan auch für Reisende aus Österreich und Europa ein hochinteressantes Ziel. Die Beliebtheit zeigen auch die nackten Zahlen: Von 6,7 Millionen internationalen Ankünften im Jahr 2005, über 8,6 Millionen 2010 konnte man 2015 bereits 19,7 und 2016 rund 24 Millionen Passagiere, die von außerhalb Japans eingereist sind, zählen.

Die Airline hat zum Erstflug ihren R2-D2 nach Wien geschickt (Foto: Thomas Ramgraber).

ANA setzt auf der Wien-Strecke die moderne Boeing 787-9 mit 215 Sitzplätzen ein. In der Business Class bietet die Airline in dieser Konfiguration 48 Passagieren in der Business Class (1-2-1-Konfiguration), 21 in der Premium Economy Class (2-3-2) und 146 in der Economy Class (3-3-3) Platz.

Die ANA Group beförderte 2017 mit einer Flotte von 260 Flugzeugen 53,8 Millionen Fluggäste. Seit 1999 ist All Nippon Airways Mitglied der Star Alliance. Erst vor kurzem hat ANA 48 neue Schmalrumpfflugzeuge bestellt, demnächst wird sie auch den ersten von drei Airbus A380 übernehmen.

ANA hat neben der "Star Wars"-Maschine noch andere Special Liveries im Repertoire - darunter beispielsweise den neuen A380 in Meeresschildkröten-Optik (Foto: Thomas Ramgraber).

Im kommenden Sommerflugplan werden im J+-Joint Venture bis zu 14 wöchentliche Flüge zwischen Wien und Tokio angeboten:

  • NH206 (OS8563) VIE-HND 11:50-06:55 - Boeing 787-9 (täglich)
  • NH205 (OS8564) HND-VIE 01:55-06:00 - Boeing 787-9 (täglich)
  • OS51 VIE-NRT (NH6326) 17:45-11:55 - Boeing 777-200ER (ab Ende April täglich)
  • OS52 NRT-VIE (NH6325) 13:35-18:35 - Boeing 777-200ER (ab Ende April täglich)

 

 

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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