Aktuelle Themen beschäftigen Luftfahrtsymposium

Globale Flugallianzen waren das eigentliche Thema des 10. Luftfahrtsymposiums. Diskutiert wurde aber auch über Emirates, die neue Boeing 737 MAX und den Single European Sky. Gastgeber war der Präsident des Luftfahrtverbandes Mario Rehulka.

Hochrangige Gäste aus der österreichischen und internationalen Luftfahrtszene waren am Montag beim Luftfahrtsymposium.

Eigentlich hätte heute der Star Alliance CEO und künftige AUA-Chef Jaan Albrecht zum Luftfahrtsymposium nach Wien kommen sollen. Daraus wurde nichts, soll es bei der Veranstaltung des österreichischen Luftfahrtverbandes doch um „Globale Flugallianzen“ und nicht um die neueste Personalie im Lufthansa-Konzern gehen.

Das Thema „Albrecht“ war aber dann doch nicht ganz unter den Tisch zu kehren, denn der Lufthansa-Vorstand und AUA-Aufsichtsrat Stefan Lauer, der wegen einer Rede zum Symposium gekommen war, sagte vor Journalisten, dass Albrecht ein „Wegweiser“ für die weitere Integration in den Lufthansa-Konzern sei. „Albrecht steht für Integration, das hat er als Chef der Star Alliance brilliant gemacht“, sagte Lauer und bezeichnete die Entscheidung als „richtungsweisend“.

Statt Albrecht schickte die Star Alliance Vorstandsmitglied Christian Klick nach Wien um über die Bedeutung der Allianzen im Weltluftverkehr zu sprechen. Klick betonte, dass eine Flugallianz für ihre Mitglieder aber auch für die Passagiere massive Vorteile bringen. Gemeinsam könne man die Welt vernetzen. Ähnlich sah das auch sein Gegenüber von oneworld. Der aus New York angereiste Manager Michael Blunt sagte in seinem Statement, dass man diese Synergien auch nach Wien bringen werde. „Mit Air Berlin und NIKI wird Wien zu einem oneworld-Hub“, so Blunt. 23 Prozent des Passagieraufkommens will oneworld in Wien künftig ausmachen. Durch den Beitritt von Air Berlin wird NIKI zu einem oneworld-Affiliate. Außerdem fliegen derzeit die oneworld-Mitglieder British Airways, Iberia, Finnair und Royal Jordanien regelmäßig nach Wien.

Geprägt war das Luftfahrtsymposium, das bereits zum zehnten Mal stattfand, zudem von der Debatte um die Rolle der Golf-Carrier, insbesondere Emirates. Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer sagte, dass Europa im globalen Luftverkehr vor einer massiven Herausforderung stehe: Durch die geographische Lage und die wettbewerbsverzerrenden Rahmenbedingungen sei Emirates klar im Vorteil. „Wir brauchen keinen Hub in der Wüste“ pflichtete Star Alliance-Manager Klick bei.

Die beiden Flugzeughersteller Boeing und Airbus waren ebenfalls vertreten. Für Boeing bewarb Marketingchef Drew Magill die brandaktuelle Boeing 737 MAX und den Dreamliner, der noch dieses Monat erstmals ausgeliefert wird. Alan Pardoe von Airbus stellte die neuesten Entwicklungen beim europäischen Flugzeughersteller vor und bedankte sich beim Konkurrent Boeing, dass man mit der 737 MAX den Airbus A320neo nachahme. "Aber die Ersten waren wir", sagte er.

Zum Abschluss diskutierten Peter Malanik (AUA), Otmar Lenz (NIKI), Heinz Sommerbauer (Austro Control) und Friedrich Lehr (Flughafen Wien) mit Moderator Rudolf Nagiller. Dabei wurde deutlich, dass der Skylink vermutlich ein Star Alliance-Terminal werden soll und NIKI im bestehenden Flughafengebäude bleiben wird. NIKI-Geschäftsführer Otmar Lenz sagte in dem Gespräch auch, dass der österreichische Air Berlin-Partner heuer bereits zum achten Mal in Folge positive Zahlen schreiben werde. Der neue Air Berlin CEO Hartmut Mehdorn hat die Kollegen von NIKI in Wien übrigens schon besucht, so Lenz. Austro Control-Chef Sommerbauer skizzierte in dem Talk die Zukunft des europäischen Luftraumes und wünscht sich dass der Weg zum Single European Sky konsequent fortgesetzt werde.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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