Airlines meiden Lufträume von Iran und Irak

Ukraine International setzt sämtliche Teheran-Flüge mit sofortiger Wirkung aus.

Flughafen Teheran Mehrabad International (Foto: www.AirTeamImages.com).

Im Nachgang der sich akut zuspitzenden Sicherheitslage im Iran und Irak sowie dem Absturz der Ukraine-International-Maschine nahe Teheran setzen einige Airlines ihre Flugangebote in beide Länder aus. Ukraine International teilte mit, dass die Kiew-Teheran-Strecke mit sofortiger Wirkung nicht mehr bedient wird.

Einige Luftfahrtbehörden, darunter jene der USA und jene Russlands, schreiben den jeweils beaufsichtigten Airlines vor, dass die Lufträume des Irans, Iraks und des Golfs von Oman sowie des Persischen Golfs nicht durchflogen werden dürfen. Andere Länder, darunter beispielsweise Deutschland und Frankreich, haben noch nicht final entschieden, ob eine amtliche Vorgabe an die Airlines gemacht wird oder nicht.

Davon unabhängig handeln die meisten Fluggesellschaften bereits proaktiv. Air France-KLM führt keine Überflüge mehr über die betroffene Region durch und nimmt im Sinne der Sicherheit Umwege und damit verbundene Verspätungen in Kauf. Singapore Airlines, Air Canada, Emirates, Fly Dubai, Korean und Thai Airways fliegen ab sofort auch nicht mehr über die derzeit problematische Zone in der Golfregion. Sofern vorhanden wurden Flüge nach Bagdad und/oder Teheran ausgesetzt, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Die Lufthansa Group setzt derzeit Überflüge über den Irak und Iran bis auf weiteres aus. Die Flugzeuge umfliegen die Region, wodurch man aus Sicherheitsgründen Umwege und Verspätungen in Kauf nimmt. Teilweise wurden auch Konzernflüge nach Teheran und Erbil gestrichen, allerdings will man laut Austrian Airlines die iranische Hauptstadt weiterhin anfliegen, berichtet AviationNetOnline. Der Airport Teheran ist momentan für den zivilen Flugverkehr offen und seitens der lokalen Zivilluftfahrtbehörde wurde keine entsprechende NOTAM-Meldung herausgegeben, die auf eventuelle Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit der Nutzung des Flughafens Teheran hinweist. Dies kann sich aber rasch ändern, so dass die weitere Entwicklung der Lage abzuwarten bleibt.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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