Airbus rechnet mit 3,6 Milliarden Euro Geldbuße

Grundsätzliche Einigung mit den französischen, britischen und US-amerikanischen Behörden hinsichtlich der bestehenden Korruptions- und Bestechungsvorwürfe.

Foto: Airbus

Im Rahmen der Ermittlungen der französischen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft Parquet National Financier (PNF), ihrem britischen Pendent Serious Fraud Office (SFO) und US-amerikanischer Behörden hat Airbus mit diesen Behörden eine grundsätzliche Einigung erzielt. Gegenstand der Ermittlungen waren die Bestechungs- und Korruptionsvorwürfe sowie mutmaßlich fehlerhafte Angaben gegenüber US-Behörden entgegen amerikanischer Vorschriften über den internationalen Handel mit Waffen.

Die Einigung mit dem britischen SFO war am Dienstag Gegenstand eines vorläufigen Gerichtsbeschlusses - sie bedarf im Vereinigten Königreich noch der endgültigen gerichtlichen Billigung. Einigungen mit der französischen PNF sowie den US-Behörden stehen ebenso unter dem Vorbehalt der Zustimmung der entsprechenden staatlichen Stellen. Die mündlichen Verhandlungen in Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA werden für den 31. Jänner 2020 erwartet.

In Abhängigkeit der gerichtlichen Zustimmungen wird Airbus im Geschäftsjahr 2019 eine Rückstellung von 3,6 Milliarden Euro für die Zahlung möglicher Geldstrafen an die französischen, britischen und US-amerikanischen Behörden bilden. Weitere Einzelheiten sollen nach Finalisierung der Vereinbarungen bekannt gegeben.

Autor: Martin Metzenbauer
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