Airbus kauft Bombardier aus A220-Reihe heraus

Europäer stocken ihren Anteil auf 75 Prozent auf.

Airbus A220-300 in Werkslackierung (Foto: Jan Gruber).

Bereits seit einigen Tagen kursierten sehr konkrete Gerüchte, dass sich Bombardier aus dem Joint-Venture mit Airbus, das die A220-Reihe produziert, vollständig zurückziehen möchte. Nun wurde mit den Europäern eine Einigung erzählt. Die Airbus Group übernimmt demnach die bislang von Bombardier gehaltenen Aktien und erhöhen ihren Anteil damit auf 75 Prozent.

Die Kanadier sollen sich insbesondere mit der Entwicklung der CSeries (heute: A220) finanziell massiv verhoben haben. Der Konzern befindet sich daher seit einiger Zeit auf dem Rückzug in der Luftfahrt. Die CSeries-Reihe wurde mehrheitlich an Airbus verkauft, die Dash 8-400-Produktion an Viking und die CRJ-Familie an Mitsubishi. Die Japaner kündigten eine Einstellung der Fertigung an.

Airbus legt laut Mitteilung rund 591 Millionen U.S.-Dollar auf den Tisch, um Bombardier aus dem Joint-Venture herauszukaufen. Die öffentliche Hand stockt ihre Beteiligung auf 25 Prozent auf, schießt jedoch keine weiteren Finanzmittel nach.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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