AirAsia X ist tief in die roten Zahlen geflogen

In den ersten neun Monaten des heurigen Jahres schrieb die malaysische Fluglinie umgerechnet rund 86 Millionen Euro Miese.

Airbus A330-900 in den Farben von AirAsia X (Foto: Airbus).

Weniger Umsatz und höherer Verlust: So kann man die ersten neun Monate bei der malaysischen AirAsia X zusammenfassen. Umgerechnet rund 700 Millionen Euro hat das Unternehmen - zu der Töchter in Indonesien sowie Thailand zählen - eingenommen. Im Vorjahresvergleich waren es noch 748 Millionen Euro. Der Periodenverlust betrug 86 Millionen Euro - nach einem Minus von 47 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2018.

Laut AirAsia X habe man um zwei Prozent weniger Passagiere befördert - hauptsächlich durch Kapazitätsreduzierungen und die Einstellung unrentabler Strecken. Auch wären durch die Netzwerk-Reorganisation die täglichen Einsatzzeiten der Flugzeuge gesunken - diese sollten sich im letzten Quartal des Jahres wieder bei 16 Stunden pro Tag einpendeln.

Letztlich spielte aber wohl die Konkurrenzsituation die Hauptrolle am schlechten Ergebnis: So übt die Airline Kritik an der durch die Mitbewerber verursachte "irrationalen" Preisgestaltung. Ebenfalls in der Kritik ist die malaysische Ausreisesteuer. Sparen möchte man durch Neuverhandlungen mit Leasinggebern oder Groundhandling-Unternehmen.

Sand ins Getriebe von AirAsia X könnte aber auch ein kürzlich durchgeführtes "Downgrade" der malaysischen Civil Aviation Authority durch die US-amerikanische FAA streuen: Dadurch ist die Aufnahme von neuen Flügen in die USA nicht zugelassen - damit sind die geplanten "Fifth Freedom"-Verbindungen von AirAsia X zwischen Japan und der US-Westküste gefährdet.

In den letzten Jahren war AirAsia X finanziell unterschiedlich gut bzw. schlecht unterwegs: So wurden von 2013 bis 2015 Verluste geschrieben, 2016 und 2017 standen dann schwarze Zahlen in den Büchern - bevor das Jahr 2018 wieder mit einem Verlust (umgerechnet knapp 66 Millionen Euro) abgeschlossen werden musste. Die Low-Cost-Marke mit ihren drei Airlines AirAsia X Malaysia, Air Asia X Thailand und Air Asia X Indonesia betreibt derzeit insgesamt 38 Airbus A330 - davon zwei A330-900neo - und steuert mehr als 30 Destinationen in Asien, Australien, dem Mittleren Osten sowie Hawaii an.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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