Air Tanzania: Gericht legt werksneue Dash8-400 an die Kette

Im August wurde in Johannesburg ein A220-300 gepfändet.

A220 (Foto: Airbus).

Die Fluggesellschaft Air Tanzania ist erneut von der Beschlagnahmung eines Flugzeuges betroffen. Im August 2019 wurde ein Airbus A220-300 in Johannesburg an die Kette gelegt. Nun traf es eine werksneue DHC Dash8-400, die in Montreal aufgrund eines richterlichen Beschlusses festgehalten wird.

Hintergrund ist ein seit mehr als 30 Jahren schwelender Rechtsstreit zwischen einem Farmer und dem Staat Tansania. Der Landwirt wurde enteignet und sollte hierfür eine Entschädigung erhalten. Im Jahr 2014 wurden allerdings die Ratenzahlungen eingestellt. Seither versucht der Farmer das ihm gerichtlich zugesprochene Geld über Zwangsvollstreckungen einbringlich zu machen.

Tansania ist alleiniger Eigentümer von Air Tanzania. Bereits die Pfändung des A220-300 löste erhebliche diplomatische Spannungen aus. Nur mit großer Mühe konnte der Regionaljet wieder freibekommen werden. Laut CH-Aviation.com übermittelte Tansania in Sachen der Dash8-400 eine diplomatische Protestnote an Kanada. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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