Aigle Azur meldet Insolvenz an

Traditionscarrier ist pleite.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die angeschlagene Aigle Azur, die erst vor wenigen Tagen seitens des zuständigen Gerichts eine Notgeschäftsführung eingesetzt bekommen hatte, musste am Montag Insolvenz anmelden. Rund 1.150 Arbeitsplätze stehen nun auf der Kippe.

Das französische Konkursrecht sieht vor, dass die Gesellschaft nun bis zu 1,5 Jahre Zeit hat unter gerichtlicher Aufsicht einen Sanierungsplan erstellen und umsetzen muss. Hierzu wird auch ein Insolvenzverwalter eingesetzt. In Frankreich steht – im Gegensatz zu Deutschland und Österreich – die Fortführung des Unternehmens im Vordergrund, sofern dies umsetzbar ist.

Dennoch befindet man sich auf der Suche nach einem Käufer für die Airline, denn der Kapitalbedarf ist nicht nur enorm, sondern die chinesische Großaktionärin HNA ist selbst finanziell angeschlagen. Unter den Teilhabern ist in den letzten Wochen ohnehin ein Streit entbrannt, der letztlich zur gerichtlichen Einsetzung einer Notgeschäftsführung führte.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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