Aer Lingus überlegt Einstellung der Transatlantikstrecken

Drastische Kostensenkung erforderlich

Foto: AirTeamImages.com

Aer Lingus hat angekündigt, dass man angesichts der explodierenden Verluste überlegt, sich aus dem Transatlantikgeschäft zurückzuziehen, oder eine kostengünstigere Fluggesellschaft für die Durchführung dieser Flüge zu beauftragen.

Die Verluste der nach Ryanair zweitgrößten irischen Fluggesellschaft haben sich im ersten Halbjahr gegenüber den Vorjahr auf 93 Millionen Euro fast vervierfacht.

Die Gesellschaft erstellt zur Zeit einen neuen Kostenreduzierungsplan. Der von der TUI stammende Vorstandsvorsitzende der Aer Lingus, Christoph Müller, deutete an, dass keine Schönheitsoperation, sondern eine Amputation erforderlich sei.

Die Transatlantikflüge seien für ca. 60 Millionen Euro der Verluste aus dem ersten Halbjahr verantwortlich. Besonders die Strecken ab Shannon, die unter politischem Druck der Regierung betrieben werden, wurden vom Müller in Frage gestellt. Seine Fluggesellschaft sei keine soziale Einrichtung. Es ginge darum Gewinne zu machen.

Der neue Kostensenkungsplan soll Ende Oktober verlautbart werden. Müller sieht zur Zeit die Chancen für das Überleben von Aer Lingus bei 50 Prozent.

(ms)

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