Adria stellt Betrieb vorübergehend ein

Am Dienstag und Mittwoch keine Flüge des slowenischen Carriers.

Screenshot: Website Adria Airways.

Die slowenische Airline wird heute und morgen nicht nicht fliegen: Wie Adria Airways in einer Erklärung bekannt gab, sei der Grund "derzeit ungesicherten Zugang zu frischem Bargeld, das die Fluggesellschaft für den weiteren Flugbetrieb benötigt". Das Unternehmen suche derzeit aber intensiv nach Lösungen in Zusammenarbeit mit potenziellen Investoren, heißt es in dem Statement. Adria hat zuletzt 20 Flugzeuge betrieben und beschäftigt mehr als 550 Menschen.

Die Airline wurde 2016 privatisiert und von einer Tochtergesellschaft der deutschen 4K Invest übernommen. Wie EX-YU Aviation berichtet, sei der Markennamen 2017 an ein mit 4K verbundenes Unternehmen um acht Millionen Euro verkauft worden. Erst im Dezember 2018 sei es zu einer abermaligen Änderung der Gesellschafteranteile gekommen - die Aktienmehrheit (54,3 Prozent) sei an Stefan Beulertz, einen Anwalt mit Sitz in Malta, gegangen, der ein enger Partner von 4K Invest sei.

Der Verkauf an einen Finanzfonds statt an einen strategischen Partner aus der Airlinebranche wurde von Teilen der slowenischen Politik immer wieder kritisiert. Erst vor wenigen Tagen berichteten lokale Medien, dass Adria im Vorjahr einen Verlust von 10 bis 15 Millionen Euro geschrieben habe - auch das Eigenkapital soll negativ sein.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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