Abwickler fordert 440 Millionen Euro von Ex-Germania-Chef Balke

Pleite der Airline könnte für den Manager kostspielig werden.

Karsten Balke: Millionenforderung vom Insolvenzverwalter. (Foto: Germania)

Teures Nachspiel: Weil sie offenbar Zahlungen genehmigten, nachdem sie bei Germania ausgeschieden waren, fordert Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg 381,4 Millionen Euro von Ex-Airline-Chef Katsten Balke und einem weiteren ehemaligen Manager. Dies berichtet "Der Spiegel" unter Berufung auf den Insolvenzbericht von Abweichler Wienberg. "Über die Ansprüche wird zunächst außergerichtlich verhandelt", so der Insolvenzverwalter. Balkes Anwalt teilte dem Magazin mit, dass er die Forderungen nicht nachvollziehen könne, weil ihm der Bericht nicht vorliegt.

Doch es bleibt nicht bei den mehr als 381 Millionen Euro: Wienberg meldet weitere Ansprüche in Höhe von knapp 60 Millionen Euro gegenüber einer Beteiligungsfirma Balkes an, über die dieser seine Anteile an der Airline hielt. Zudem prüft der Abwickler, ob er gegen die ehemalige Geschäftsführung auch wegen ihrer intern umstrittenen Aktivitäten in Gambia vorgehen soll. Die Expansion in das westafrikanische Land hatte Germania Verluste in zweistelliger Millionenhöhe beschert, so "Der Spiegel".

Germania rutschte Anfang vergangenen Jahres in die Pleite, nachdem der Ferienflieger kurz vorher eine Millionensprizue eines unbekannten Gönners bekam. Dennoch gelang es nicht mehr rechtzeitig, einen neuen Investoren zu finden.

Autor: Carlo Sporkmann
Redakteur
Carlo Sporkmann ist seit April 2019 als Autor für AviationNetOnline tätig. Der studierte Journalist berichtet für AviationNetOnline über den deutschen Luftverkehrsmarkt.

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