737 MAX: Software-Update wird noch Wochen dauern

Die FAA plant eine rigorose Sicherheitsüberprüfung nachdem Boeing das Update ihrer Flugsteuerungssoftware geliefert hat.

Foto: Boeing

Die rund 40 Airlines die derzeit weltweit vom Grounding der Boeing 737 MAX betroffen sind, müssen wohl noch etwas Geduld aufbringen, bis sie die Flugzeuge des Typs wieder einsetzen dürfen: Wie die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) am Montagabend bekannt gab, erwarte man, das Software-Update von Boeing "in den kommenden Wochen" zur Überprüfung zu erhalten.

Der Flugzeughersteller braucht also offenbar noch mehr Zeit für eine entsprechende Modifikation seiner Steuerungssoftware: "Boeing benötigt aufgrund des Ergebnisses einer laufenden Überprüfung des 737 MAX Flugkontrollsystems zusätzlichen Arbeitsaufwand um sicherzustellen, dass Boeing alle relevanten Probleme identifiziert und entsprechend behandelt hat", heißt es in einem Statement der FAA. Man werde die Software auch nicht genehmigen, bis die Agentur nach einer strengen Bewertung zufrieden sei.

Nach den beiden 737-MAX-Abstürzen von Lion Air im Oktober 2018 und Ethiopian Airlines im März 2019 wurde das Muster weltweit gegroundet. Als Ursache für die beiden Unglücke wird eine Fehlfunktion des Maneuvering Characteristics Augmentation System (MACS) diskutiert. Dieses System soll eigentlich die Trimmung der MAX aufgrund des (triebwerksbedingt) weiter vorne liegenden Schwerpunktes der neuesten 737-Versionen optimieren. Bei den beiden Abstürzen wird darüber spekuliert, dass dieses System aufgrund einer Fehlers die Trimmung so gesetzt hat, dass die Flugzeuge in einer unkontrollierten Sturzflug geraten sind.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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