737-Max: Leasinggeber brachte Klage gegen Boeing ein

Lessor fordert Schadenersatz.

Boeing 737-Max-9 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Mit dem russischen Leasinggeber Avia Capital Services, der auf juristischem Umweg im Eigentum der Russischen Föderation steht, outete sich nun der erste Boeing 737-Max-Kunde, dass eine Klage gegen den U.S.-amerikanischen Hersteller eingebracht wurde, berichtet die Financial Times.

Konkret geht es darum, dass sich der Lessor, der insgesamt 35 Einheiten bestellt hat, von Boeing hinsichtlich der Flugtauglichkeit getäuscht fühlen soll und daher Schadenersatz aufgrund von Vertragsbruch fordert. Die entsprechende Klage wurde vor einem Gericht in Chicago eingebracht, bestätigte ein Sprecher des Leasinggebers gegenüber der Financial Times. Boeing wollte sich zu dieser Angelegenheit nicht äußern.

Avia Capital Services will laut dem Medienbericht nicht nur eine Sicherheitsleistung in der Höhe von 35 Millionen U.S.-Dollar erstattet haben, sondern auch Schadenersatz. Weiters wird berichtet, dass die U.S.-amerikanischen Rechtsanwälte, die den Lessor vertreten, auch mit anderen Boeing-Kunden in Kontakt stehen, die ebenfalls kurz vor der Einbringung von Klagen stehen sollen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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