2019: Innsbruck mit mehr, Linz mit weniger Passagieren

Airlinepleiten und Streckenreduktionen machten beiden Flughäfen zu schaffen.

Flughafen Innsbruck (Foto: Klaus Jahnel).

Nach einem guten Start ins Jahr 2019 und einem Passagierplus von 4,9 Prozent in den ersten sechs Monaten musste der Flughafen Innsbruck in der zweiten Jahreshälfte einige Tiefschläge einstecken: So fielen nach der Germania-Insolvenz Frequenzen weg und British Airways dünnte die Flüge nach London Heathrow aus. Auch das Grounding von Thomas Cook Airlines als sechstgrößtem Fluglinien-Partner und zuletzt mehr als 35.000 Passagieren blieb nicht ohne Folgen für die Fluggastzahl des Alpen-Airport: In der zweiten Jahreshälfte ging die Zahl der Reisenden um 2,5 Prozent zurück.

Unter dem Strich blieb Innsbruck im Gesamtjahr aber trotzdem im Plus: Insgesamt 1.144.471 Fluggäste benutzten den Airport - um 2,2 Prozent mehr als im Jahr 2018. "Passagierzuwächse sehen wir natürlich gerne", erklärte Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta, "allerdings setzen wir auf nachhaltiges Wachstum und nicht auf Zuwächse um jeden Preis, was auch durch die Entwicklung der letzten sieben Jahre unterstrichen wird."

Über solche Zuwächse musste man sich im Vorjahr auch am Flughafen Linz keine großen Sorgen machen - die Passagierzahl ging hier um 6,4 Prozent auf 436.018 Reisende zurück. Positiv entwickelte sich allerdings der Charterbereich (plus 16,1 Prozent) - nicht zuletzt aufgrund der Stationierung einer Maschine von Bulgarian Air Charter. Im Linienflugverkehr hat der Flughafen Linz aufgrund der Einstellung der Wien- und London-Verbindungen mit rückläufigen Passagierzahlen gerechnet - in diesem Segment reisten im Vorjahr um 18,1 Prozent weniger Gäste.

Auf der Linie soll es heuer allerdings zumindest zu zwei positiven Änderungen kommen: "Düsseldorf wird in diesem Jahr um eine Nachmittagsfrequenz an den Tagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag aufgestockt und Lufthansa setzt bereits seit Anfang des Jahres zweimal pro Tag den Airbus 319 nach Frankfurt ein", erklärte Airport-Direktor Norbert Draskovits.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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