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Von: Roman Payer

Verfasst am: 05.01.12 09:00

2011: Aviation Safety Network zählte 28 Unfälle

Nicht in der Statistik des ASN landete die Bauchlandung eines LOT-Flugzeuges im Herbst 2011: Die Piloten meisterten die brenzlige Siuation. Es gab keine Verletzten. (Foto: AirTeamImages.com)

Nicht in der Statistik des ASN landete die Bauchlandung eines LOT-Flugzeuges im Herbst 2011: Die Piloten meisterten die brenzlige Siuation. Es gab keine Verletzten. (Foto: AirTeamImages.com)

Gemessen an der Anzahl der Toten war 2011 das zweitsicherste Jahr in der Geschichte der modernen Luftfahrt. 507 Personen starben im Vorjahr an Bord eines Flugzeuges, teilte das Aviation Safety Network mit. Die unabhängige Unfalldatenorganisation zählte insgesamt 28 Unfälle mit mehrmotorigen Flugzeugen.

Dass Fliegen 2011 derart sicher war, ist bemerkenswert, denn die Flotten der Fluggesellschaften werden weltweit immer größer und die Anzahl der Flugbewegungen nimmt kontinuierlich zu. Trotzdem sinken die tödlichen Zwischenfälle.

Das bislang sicherste Jahr in der zivilen Luftfahrt war 2004 mit 466 Toten. Aber ein einziges großes Flugzeugunglück kann eine Jahresstatistik schlagartig ändern. Das war etwa 2009 der Fall, als eine Air France-Maschine im Atlantik abstürzte. 228 Personen kamen dabei ums Leben.

Die Unfallraten sinken laut Experten vor allem wegen der akribischen Dokumentation von Zwischenfällen. Sicherheit sei in der Luftfahrt nach wie vor das wichtigste Thema. Zur Freude der beiden größten Flugzeughersteller war 2011 kein einziges modernes Boeing- oder Airbus-Flugzeug in einen tödlichen Unfall verwickelt.

Der schlimmste Unfall 2011 war im Jänner ein Absturz im Iran: Eine 36 Jahre alte Boeing 727 der Fluggesellschaft Iran Air stürzte beim Landeanflug auf Urmia mit 77 Menschen an Bord ab. Zu den Schlusslichtern zählen Russland und Afrika. In Russland passierten im Vorjahr die meisten Unfälle und jedes siebte Unglück ereignete sich in Afrika, obwohl der afrikanische Kontinent nur für drei Prozent des weltweiten Luftverkehrs verantwortlich ist. Österreich tauchte 2011 auf der Liste des Aviation Safety Networks übrigens gar nicht auf.



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