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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 02.06.14 09:03

Hartmut Mehdorn neuerlich in der Kritik

Wurde die Entrauchungsanlage noch nicht fertig gebaut?

Baustellenchef Hartmut Mehdorn (Foto: Nowy Prezes Zarządu, Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH)

Baustellenchef Hartmut Mehdorn (Foto: Nowy Prezes Zarządu, Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH)

Berlins Flughafenchef Hartmut Mehdorn steht neuerlich im Kreuzfeuer der Kritik. Obwohl er von preiswerteren Möglichkeiten beim Bau des Chaos-Flughafens BER gewusst haben soll, vergab er den millionenschweren Auftrag an ein Unternehmen, das mit dem mittlerweile suspendierten Technikchef Jochen Großmann verbandelt ist.

Das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus" beruft sich dabei auf "Anwesende der entsprechenden Sitzung", während ein Flughafensprecher dementiert, dass Mehdorn von günstigeren Möglichkeiten gewusst habe. Der Anfang des Jahres entlassene Planer der Entrauchungsanlage, Alfredo di Mauro, soll am 7. März 2014 eine Kostenkalkulation über 207.200 Euro für ein ausgeschriebenes Leistungspaket vorgelegt haben. Technikchef Großmann vergab diesen Auftrag jedoch für einen weitaus höheren Betrag an die Cottbusser Planungsfirma Arcus, mit der er seit einigen Jahren Geschäftsbeziehungen unterhält.

Im April 2014 kamen Großmann und sein Team zum Schluss, dass die Entrauchungsanlage nicht funktionsfähig wäre. Einem dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegenden BER-Protokoll nach, soll er jedoch rund zwei Wochen zuvor von Experten darauf hingewiesen worden sein, dass entsprechende Tests überhaupt nicht durchgeführt worden wären. Demnach ist es möglich, dass die seitens des BER-Führungsteams als komplette Fehlplanung bezeichnete Anlage schlicht und ergreifend noch nicht fertig gebaut wurde.



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