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Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 22.05.13 09:51

787: Allmählich "back to normal"

Tokio, Frankfurt, London, Los Angeles und Peking heißen die beliebtesten Ziele der Dreamliner-Betreiber.

Foto: AirTeamImages.com

Foto: AirTeamImages.com

Ende gut, alles gut: Mehr als drei Wochen ist es nun bereits her, dass Ethiopian als erste Fluggesellschaft weltweit ihren Dreamliner wieder in den regulären Flugbetrieb integrierte. Das Problem mit den zur Überhitzung neigenden Batterien des Dreamliners, die für ein monatelanges Grounding des Vogels gesorgt hatten, scheint gelöst und auch die inzwischen natürlich beträchtlich verspätete Auslieferung weiterer 787, die entgegen der Produktion während des Flugverbots gestoppt wurde, kann wieder anlaufen. Der erste schon ab Werk mit dem neuen Kühl- und Hitzeschutzsystem ausgestattete Dreamliner ging bereits vergangenen Dienstag ab Werk an All Nippon Airways.

Jene Airline betreibt mit 18 Maschinen dieses Typs inzwischen die derzeit größte 787-Flotte und war auch dementsprechend hart von den Folgen des Groundings getroffen. Ihre Dreamliner gehen ab 1.Juni wieder zurück in den Linienbetrieb. Geplant sind, laut AirlineRoute, zahlreiche Inlandsstrecken sowie Flüge nach Peking, Frankfurt und Taipeh ab Tokio Haneda, genauso wie die Ziele Peking, San Jose und Shanghai ab dem größeren Flughafen Narita.

Auch bei ANAs Pendant JAL geht es Anfang Juni wieder los. Peking, Singapur, Boston, San Diego, Delhi und Helsinki stehen anfangs auf dem Programm. Moskau, San Francisco, Sydney und Bangkok sollen folgen. Air India setzt ihre Traumvögel zum Teil bereits heute wieder im Inland nach Bangalore, Kalkutta und in Kürze nach Chennai ein. In weiterer Folge will die Airline vom Subkontinent ihren reparierten Jet auch internationalen Passagieren aus London, Paris und Frankfurt vorführen.

Qatar Airways konnte ihre Flaggschiffe aus dem Hause Boeing ebenfalls schon wieder in Betrieb nehmen. Zusätzlich zu den mehreren täglichen Flügen zwischen Doha und Dubai hebt der Dreamliner regelmäßig auch noch nach London Heathrow, München, Zürich und Frankfurt ab. United fliegt seit vorgestern wieder mit ihrem sparsamen Composite-Flieger. Ab Houston sind die Destinationen Chicago, Denver, Los Angeles, London und Lagos, ab Denver und Los Angeles die japanische Hauptstadt Tokio sowie, ebenfalls ab der Westküste, Shanghai geplant.

Ethiopian Airlines, der erste afrikanische 787-Betreiber, schickt seine Jets ab Addis Abeba nach Nairobi, Harare, Lusaka, Bujumbura, Dubai, Mumbai, Frankfurt, London, Toronto und Washington. Ab 1. Juli steht zudem eine sehr interessante Dreiecksverbindung nach Rio de Janeiro und Sao Paulo, die über Lome geführt wird, im Flugplan. Die chilenische LAN will mit ihren Dreamlinern über Lima nach Los Angeles und ab Herbst über Madrid nach Frankfurt fliegen, während die polnische LOT, die sich, wie berichtet, vorsorglich mit drei wetgeleasten Jets von EuroAtlantic und HiFly eingedeckt hatte, ihre drei 787 auf Flügen nach Chicago, Toronto, New York und Peking einsetzen möchte.

Auch Norwegian, die derzeit noch auf die Auslieferung ihres ersten bestellten Langstreckenjets wartet, hatte vorgesorgt und eine A340 der portugiesischen HiFly unter Vertrag genommen. Momentan ist geplant, dass diese ab Ende August entlastet wird. Dann sollen die eigenen 787 der Airline ab Kopenhagen, Oslo und Stockholm nach Fort Lauderdale, Bangkok und New York unterwegs sein.

Thomson Airways und Aeromexico haben ihre Dreamliner ebenfalls noch nicht erhalten. Der britische Charteranbieter plant jedoch, noch in der Sommerflugplanperiode ab East Midlands, Glasgow, London Gatwick, Manchester und Newcastle in Richtung Karibik, Florida, Mexiko, Malé, Mauritius, Kenia und Phuket abzuheben. Aeromexico hat indes Mexico City-Monterrey als ihre erste 787-Strecke benannt. Ab 1. Oktober geht es zudem nach Tijuana, Buenos Aires, Madrid, New York, Paris und Tokio.



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