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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 26.01.16 14:02

MUC-Satellit nimmt Gestalt an

27 neue Abstellpositionen für Flugzeuge.

A320 auf dem Flughafen München (Foto: www.AirTeamImages.com).

A320 auf dem Flughafen München (Foto: www.AirTeamImages.com).

Der Münchner Flughafen Franz Josef Strauß braucht mehr Platz, um mehr Fluggäste in immer größer werdende Flugzeuge abfertigen zu können. Dazu wird am 26. April 2016 eine neue Halle eröffnet werden. Dabei handelt es sich um einen Erweiterungsbau auf dem Vorfeld, also einen so genannten Satelliten für das Terminal 2, das überwiegend durch Lufthansa und andere Star-Alliance-Carrier genutzt wird.

Die Kapazität wird sich dadurch um 11 Millionen auf insgesamt 36 Millionen Reisende pro Jahr erhöhen. In den verbleibenden Monaten läuft die Vorbereitung der Inbetriebnahme auf vollen Touren: Zum einen startet der Endspurt bei der technischen Ausrüstung und dem Ausbau der Service-, Shopping- und Gastronomiebereiche. Zum anderen beginnt Mitte März der Einzug der künftig im Satelliten beheimateten Unternehmen und Behörden: Möbel und Güter mit einem geschätzten Volumen von 5400 Kubikmetern müssen dafür in das Gebäude gebracht werden – das entspricht der Ladung von rund 900 Kleintransportern. Vor Inbetriebnahme müssen die verschiedenen Gebäudezonen nach und nach den Status von Sicherheitsbereichen erhalten. Für diese Sicherheitsbereiche gelten die gleichen Vorschriften und Zugangskontrollen wie in den bestehenden Terminals.

Bis Mitte März läuft in dem neuen Abfertigungsgebäude zudem noch der „Integrations-Probetrieb“. Dabei werden an insgesamt 20 Tagen die Prozesse für die Fluggastabfertigung mit rund 2.800 „Probebetriebspassagieren“ simuliert. Bei den zwei größten Testläufen sind jeweils 500 Statisten vorgesehen. Unter anderem soll getestet werden, ob sich die Fluggäste in dem neuen Gebäude gut zurechtfinden, ob Boarding- und Umsteigeprozesse in der vorgesehenen Zeitspanne funktionieren und ob die Beschilderung für die nötige Orientierung sorgt. Die Erkenntnisse aus dem Probebetrieb fließen in die Vorbereitung der Inbetriebnahme ein, so dass mögliche Schwachstellen bis zur Eröffnung korrigiert werden können.

Das Terminal 2 des Münchner Flughafens gehört zu 60 Prozent der Betreibergesellschaft und zu 40 Prozent der Deutschen Lufthansa AG. Die Errichtung des Satelliten erfolgt nach selbiger Kostenaufteilung. Der Münchner Flughafen gewinnt durch den Satelliten 27 gebäudenahe Flugzeugabstellpositionen, über die Fluggäste direkt und ohne Bustransfer ins Flugzeug gelangen.  Als erstes „Midfield-Terminal“ an einem deutschen Flughafen verfügt der neue Satellit über keine öffentliche Anbindung. Die Passagiere checken im Terminal 2 ein und fahren nach der Passagier- und Handgepäckkontrolle mit einem unterirdischen Personentransportsystem in weniger als einer Minute zum Satellitengebäude. Dort steht ihnen neben sämtlichen Service- und Abfertigungseinrichtungen auch ein umfangreiches Shopping- und Gastronomieangebot zur Verfügung. 



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