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Von: Roman Payer

Verfasst am: 22.12.10 00:46

Stockholm: In sechs Minuten ist Startbahn frei

London Heathrow kämpft mit wenigen Zentimetern Schnee, in Schweden ist die Startbahn innnerhalb von sechs Minuten von weit größeren Schneemengen befreit.

Mit Schnee hat man am Stockholm-Arlanda Airport keine Probleme. (Foto: AirTeamImages.com)

Mit Schnee hat man am Stockholm-Arlanda Airport keine Probleme. (Foto: AirTeamImages.com)

Der Winter hat den europäischen Luftverkehr noch immer fest im Griff. Der Frankfurter Flughafen war für mehrere Stunden komplett gesperrt, in London-Heathrow mussten Hunderte Reisende die Nacht im Terminal verbringen. Der meiste Schnee und die eisigsten Temperaturen werden jedoch in Skandinavien gemessen. Der Lagebericht aus Stockholm mag daher überraschen: "Wir haben nicht die geringsten Probleme", sagte Anders Bredfell vom schwedischen Hauptstadtflughafen Arlanda am Dienstag zur deutschen Nachrichtenagentur dpa.

Minus 15 Grad zeigte das Thermometer am Mittwochnachmittag, die Schneedecke ist fast einen halben Meter dick. Trotzdem läuft bisher alles reibungslos. Für Bredfell vor allem eine Frage der Übung - schließlich liege in diesen Breiten fast jedes Jahr von November bis März alles voller Schnee. In Teams pflügen je acht riesige Räumfahrzeuge die Start- und Landebahnen frei. Die Choreografie ist genauestens einstudiert. Seitlich hintereinander positioniert schieben sich die schweren Geräte voran. Und die Übung zahlt sich aus. In sechs Minuten ist die Startbahn frei. "Damit halten wir den Weltrekord", sagte Bredfell stolz.

Der Schnee wird dabei nicht einfach zur Seite geschoben, sondern vollständig eingesammelt und abtransportiert, damit nicht die in den dunklen Wintern so wichtige Beleuchtung überdeckt wird. Bei zwei Zentimeter Neuschnee sind das Bredfell zufolge 1.200 Lkw-Ladungen. Allein in diesem Jahr seien auf diese Weise annähernd 200.000 Kubikmeter zusammengekommen. "Die Rollfelder jedenfalls bleiben frei", versichert der Flughafen-Sprecher, "die einzigen Maschinen, die in Stockholm heute nicht starten, sind die, die nach Frankfurt oder London wollen, dort aber ohnehin nicht landen könnten".



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