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Von: Roman Payer

Verfasst am: 10.02.11 15:22

Marktkampf: AUA rüstet sich gegen People's

Die Lufthansa-Tochter sieht sich gut gerüstet gegen die People's Vienna Line. (Foto: Peter Unmuth)

Die Lufthansa-Tochter sieht sich gut gerüstet gegen die People's Vienna Line. (Foto: Peter Unmuth)

Auf der Strecke Altenrhein-Wien bahnt sich ein beinharter Verdrängungswettbewerb an. Ab morgen, 11. Februar, werden Flüge der People's Vienna Line unter www.peoples.com buchbar sein, das kündigte die neugegründete Airline mit Sitz in Dornbirn heute in einer Presseaussendung an. Austrian Aviation Net berichtete.

Auf die Aussendung der Dornbirner Fluggesellschaft reagierte AUA-Sprecher Michael Braun mit einer indirekten Kampfansage an Airline-Chef Armin Unternährer: „Wir fliegen weiter. Und wir sind mehr als konkurrenzfähig.“

Dass beide Airlines den Flugbetrieb zwischen Wien und Altenrhein parallel rentabel gestalten können, gilt als unwahrscheinlich. Der Konkurrenzdruck auf der Strecke zwischen Altenrhein und Wien wird wohl eine der beiden Fluglinien in die Knie zwingen.

Die People’s Vienna Line hat von Finnair einen Embraer 170 mit 76 Sitzen übernommen. AUA-Sprecher Michael Braun bestätigte gegenüber AANet, dass man weiterhin mit einer Dash 8-400 fliegen werde. Für kurze Landebahnen und die Wetterverhältnisse wie in Altenrhein sei eine Dash mit Turboprop-Antrieb „weitaus besser geeignet als Jets wie der Embraer 170“.

Es ist ein Duell zwischen David und Goliath. Die People’s Vienna Line legt sich indirekt mit einem der größten Luftfahrtkonzerne Europas an. Seit 2009 gehört Austrian Airlines zur Lufthansa-Gruppe und hat so enorme Kostenersparnisse durch die Marktgröße der gesamten Gruppe, zu der auch Swiss und British Midland Airways zählen.

Die Regionalfluglinie People’s konkurriert ab dem 28. März mit einem AUA-Streckennetz von 130 Anschlussdestinationen. Mit Verbindungen innerhalb der Star Alliance verzehnfache sich die Anzahl der erreichbaren Ziele für AUA-Passagiere auf 1.160 Destinationen weltweit.

Für die Passagiere könnte der sich der verschärfte Wettbewerb vorerst positiv auswirken, da beide Airlines deren Preise senken werden müssen, um attraktiver zu sein als der Konkurrent. Eine intensive Wettbewerbssituation zwinge zu Kostendruck, besagen die Marktgesetze der Wirtschaft. Wer in dem Preiskampf den längeren Atem hat, ist offen. Das AUA-Ticket kostet für Hin- und Rückflug ab 159 Euro. Über die Preise von People’s ist bisher nur wenig bekannt. Vorerst konnte man nur ein Ticket per E-Mail bestellen, dieses frei umbuchbare „Midnight Special“ kostete an die 300 Euro.

Aufschluss über die Preise der People’s Vienna Line könnte das Online-Buchungssystem bringen, das ab morgen auf der People’s-Website verfügbar sein soll.



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