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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 28.08.14 10:03

Österreich: Knee Defender kein Thema

Bis dato keine Probleme mit Rückenlehnen-Blockierer.

Der "Knee Defender" soll Knie und eigene Bequemlichkeit vor zurückklappenden Vorderlehnen schützen (Foto: Martin Metzenbauer).

Der "Knee Defender" soll Knie und eigene Bequemlichkeit vor zurückklappenden Vorderlehnen schützen (Foto: Martin Metzenbauer).

Zu einem mehr oder weniger kuriosen Zwischenfall ist es vor kurzem auf einem United-Flug von Newark nach Denver gekommen: Ein Fluggast brachte am Vordersitz einen sogenannten "Knee Defender" an, der das Zurückklappen der Lehne des davor sitzenden Passagiers verhindert (wie das funktioniert, zeigt dieser Artikel). Daraufhin entstand ein heftiger Streit zwischen den beiden Gästen, der zu einer Ausweichlandung in Chicago führte (siehe Bericht auf orf.at).

Diese Gadgets sind bereits bei einer Reihe von Fluglinien verboten. Austrian Aviation Net fragte bei den heimischen Fluglinien nach, wie sie zum Gebrauch der "Knee Defender" stehen. AUA-Sprecherin Sandra Bijelic erklärte dazu, dass sich die Passagiere über solche Gadgets nicht freuen würden - daher sind sie an Bord "nicht erwünscht". Problemfälle mit dem rund 17 Euro teuren Tool hätte man allerdings bei Austrian Airlines noch nicht gehabt.

Bei der Air Berlin Group, zu der auch die österreichische Niki gehört, sind die Knee Defender laut einer Sprecherin "bis dato kein Thema". Falls sich doch einmal jemand von einem anderen Passagier gestört fühlt, soll man sich an die Besatzung wenden. "Bei allen Problemen haben Gäste jederzeit die Möglichkeit, die Kabinencrew anzusprechen", so die Sprecherin.

Auch bei InterSky kennt man Probleme mit dem Knee Defender nicht. Marketingleiter Roger Hohl gegenüber Austrian Aviation Net: "Knee Defender sind bei uns auf keiner Verbotsliste. Allerdings wurden wir damit auch noch nie konfrontiert. Das wiederum verwundert allerdings wenig. Unsere Sitzabstände sind bekannterweise deutlich über dem Durchschnitt, sodass Knee Defender schlicht nicht notwendig sind. Ebenso verfügen Regionalflugzeuge oft gar nicht über verstellbare Rückenlehnen."

Und auch bei People's Vienna Line sieht man hinsichtlich des Knee Defenders keine Handlungsnotwendigkeit. CEO Armin Unternährer gegenüber Austrian Aviation Net: "Wir hatten bislang noch keine Erfahrungen und keine Probleme mit dem Thema. Das liegt zum einen daran, dass wir nur nette, verständnisvolle Kunden mit Respekt für die Mitmenschen an Bord haben und zum anderen auch an der Tatsache, dass bei einer Flugzeit von gerade mal 50 Minuten das Bedürfnis der Gäste, die Sitzlehne nach hinten zu klappen, sehr klein ist."



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