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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 04.09.14 11:40

EuGH stärkt Passagierrechte

Das Öffnen mindestens einer Tür gilt als Ankunftszeitpunkt.

Airbus A319 (Foto: Andy Graf).

Airbus A319 (Foto: Andy Graf).

Gilt der Zeitpunkt des Aufsetzens der Räder auf der Landebahn oder jener des Öffnens der Türen aus Ankunftszeit einer Passagiermaschine? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Europäische Gerichtshof (Aktenzeichen C-452/13) und stellte nun klar, dass ausschlaggebend für das Ausmaß der einer Verspätung das Öffnen mindestens einer Tür ist.

Hintergrund ist die Klage eines Germanwings-Passagiers, dessen Maschine exakt zwei Stunden und 58 Minuten nach dem geplanten Ankunftszeitpunkt auf der Runway aufsetzte. Die Türen wären allerdings erst fünf Minuten später geöffnet worden, so dass nach Ansicht des Reisenden eine Ausgleichszahlung in der Höhe von 250 Euro fällig wurde. Germanwings verweigerte die Zahlung.

Der Europäische Gerichtshof stellte klar, dass Reisende solange die Türen geschlossen sind nur eingeschränkt mit der Außenwelt kommunizieren könnten, was sich durch das Öffnen der Türen ändern würde. Die Lufthansa-Tochter muss nun 250 Euro an Entschädigung zuzüglich der Gerichtskosten bezahlen.



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