Austrian Aviation Net - Das Magazin der österreichischen Luftfahrt
 
 
 
   
 

News Detail


Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 29.07.13 08:49

2,75 Mio: FAA will Boeing bestrafen

Der Hersteller hat zu spät auf die Beanstandungen der Behörde reagiert.

Foto: Boeing

Foto: Boeing

So manch einer hätte hinter der jüngsten Geldstrafe, die dem US-Flugzeugbauer nun droht, vermutlich einen Zusammenhang mit dem Problemflieger 787 erwartet. Doch dem ist (zumindest auf den ersten Blick) nicht so. Die 2,75 Millionen Dollar (umgerechnet rund 2,07 Millionen Euro) soll Boeing für Versäumnisse beim Erfolgsmodell "Triple Seven" an die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nachzahlen.

Hintergrund dieser ungewöhnlich hohen Strafe ist, einem Artikel des Nachrichtendienstes "Reuters" zufolge, die verspätete Reaktion auf ein potentiell sicherheitsgefährdendes Problem betreffend nicht näher definierter "Befestigungen". Zwar sei Boeing nach der Aufdeckung durch die Behörde im September 2008 prompt auf anderes Material umgestiegen, für die Nachbesserung an bereits ausgelieferten Maschinen nahm sich der Hersteller allerdings zwei Jahre Zeit. Seit November 2010 ist das Thema für Boeing abgeschlossen.

Für die FAA ist es das aber noch nicht. Auch darüber hinaus seien noch Probleme aufgetreten, heißt es in einer Stellungnahme. So kommt es, dass der Flugzeugbauer nun ein Monat Zeit hat, sich zu dem Tagessatz von 25.000 Dollar zu äußern. Experten vermuten, dass die FAA nach der im Nachhinein heftig kritisierten voreiligen Zulassung des Dreamliners wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen möchte.



Aktuell

 
News Regional News International Feature Forum Im Focus Home Newsletter Jobs Facebook Links