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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 29.03.14 12:21

Air Berlin: Anleger schalten BaFin ein

Anlegerschützer vermuten akute Insolvenzgefahr.

Airbus A330. (Foto: www.AirTeamImages.com)

Airbus A330. (Foto: www.AirTeamImages.com)

In Sachen der unter der Geschäftsleitung von Hartmut Mehdorn gegen die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH eingebrachten Air-Berlin-Klage wurde seitens des Landgericht Potsdam für den 4. Juni 2014 ein neuer Verhandlungstermin angesetzt, wie ein Sprecher des Gerichts am Freitag mitteilte.

Air Berlin fordert von der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH wegen der geplatzten Eröffnung eine Schadensersatzzahlung in der Höhe von 48 Millionen Euro. Beim ersten Termin zweifelten die Richter an, dass es einen Vertrag zwischen Deutschlands zweitgrößter Airline und der Berliner Flughafengesellschaft gegeben habe. Man regte einen außergerichtlichen Vergleich an, jedoch beharren beide Seiten auf gerichtliche Klärung.

Ein Sprecher der Flughafengesellschaft verwies darauf, dass Gespräche über eine außergerichtliche Einigung noch am Laufen wären und der neue Verhandlungstermin nicht bedeuten würde, dass diese Gespräche gescheitert wären. Ein Sprecher der Air Berlin sagte, dass der Prozess normal weitergeführt werden würde, man jedoch für eine außergerichtliche Einigung offen wäre.

Finanzmarktaufsicht soll aktiv werden
Einem Bericht der "Berliner Zeitung" nach forderten Anlegerschützer die deutsche Finanzaufsicht "BaFin" auf Air Berlin genau zu untersuchen. Hintergrund ist, dass Air Berlin binnen weniger Tage zum zweiten Mal die Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 verschoben hat. "Air Berlin verstößt hier ganz klar gegen die Berichtspflichten", so Michael Kunert von der "Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger" gegenüber der Berliner Zeitung.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht solle Air Berlin mit Strafzahlungen belegen, weil sich der Verdacht aufdränge, dass die Ursache des Zurückhaltens der Bilanz in akuter Insolvenzgefahr begründet sein könnte. "Es darf nicht sein, dass dieser Fall ohne Konsequenzen bleibt", so Kunert weiters gegenüber der Berliner Zeitung.



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