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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 17.05.12 13:25

Weitere Turbulenzen für Austrian Airlines

Gewerkschaft droht mit jahrelangen Klagen und Kosten in dreistelliger Millionenhöhe.

Letztes Update am 21.05.2012 um 07:33 Uhr.

Foto: Martin Metzenbauer

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Obwohl das fliegende Personal von Austrian Airlines geschlossen für das neue - vom Betriebsrat Bord entworfene - Sparpaket einsteht, bleibt der Betriebsübergang zu Tyrolean Airways per 1. Juli 2012 fix. Am Verhandlungstisch setzt man sich nur noch zusammen, um die Modalitäten zu klären.

An der Sache an sich wird also nicht mehr gerüttelt. AUA-Konzernsprecher Peter Thier erklärte gegenüber Austrian Aviation Net, dass es keine Verhandlungen mehr über das "ob", sondern nur noch über das "wie" geben. "Die 160 Millionen Euro für den Betriebsratsvorschlag haben wir einfach nicht", so Thier.

Die Folgen sind für die AUA freilich unabsehbar. Nicht nur sind durch die Abwanderung von dutzenden Piloten operationelle Engpässe zu befürchten, wie die "unfit-to-fly"-Problematik der letzten Tage gezeigt hat. Jetzt könnten zusätzlich auch noch Klagen in Millionenhöhe auf die Lufthansa-Tochter zukommen.

So hat am Donnerstag die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida bei der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Gerlach grünes Licht für das Einbringen von Feststellungsklagen aufgrund der laut vida "zu erwartenden Verschlechterungen für das fliegende Personal der AUA" beim Obersten Gerichtshof gegeben.

In welche Richtung der Weg gehen könne, stellt vida-Vorsitzender Rudolf Kaske klar: "Jahrelange Klagen, Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für die AUA sowie schwerwiegende Folgen für den Standort sind zu befürchten." Bereits am Dienstag wurde im Rahmen einer Pressekonferenz des Betriebsrates Bord der AUA eine Klage beim Europäischen Gerichtshof in den Raum gestellt.

Dass es für die AUA - mit oder ohne Betriebsübergang - wahrscheinlich schon "fünf vor zwölf" ist, wird jedenalls klar, wenn man die Worte von Lufthansa-Chef Christoph Franz ernst nimmt. Bei der LH-Hauptversammlung letzte Woche wollte er einen Verkauf der AUA "nicht ausschließen".



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