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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 04.03.12 19:35

Lauda zu AUA-Pilotengehältern: "Abartig hoch"

Monatsgehälter sollten deutlich gekürzt werden.

Foto: www.AirTeamImages.com

Foto: www.AirTeamImages.com

Obwohl sich Niki Lauda aus dem Tagesgeschäft seiner NIKI ins Air Berlin Board zurückgezogen hat, nimmt er offenbar über sein Sprachrohr "Österreich" trotzdem noch zu aktuellen Luftfahrt-Themen Stellung. In der Sonntagsausgabe analysiert er die aktuelle Situation der AUA.

Eines der Probleme sind laut Lauda die teuren Piloten. Diese würden im Durchschnitt 13.000 Euro verdienen - der Airliner bezeichnet dies als "abartig hoch". Sein Rezept: "Die Gehälter müssen auf 8.000 bis 10.000 Euro gekürzt werden."

Dabei kritisiert Lauda aber auch das Management. "Das Ärgste ist, die Piloten bekommen 39 Gehälter Abfertigung. So etwas gibt es nirgends. Diese Verträge zu unterschreiben, ist ein grober Managementfehler der letzten Jahre. Egal wer dort von Ex-ÖIAG-Chef Peter Michaelis als Manager installiert wurde, hat ununterbrochen Fehlentscheidungen getroffen. Sie sind am Markt vorbeigeflogen. Von Alfred Ötsch bis Vagn Sörensen - sie wussten nicht, was sie tun."

Doch neben den Einsparungen über die Personal-Schiene sieht Niki Lauda noch eine andere Thematik: "Wenn alle Einsparungen umgesetzt wurden, muss analysiert werden, wo kann ich mit der neuen Kostenstruktur noch Geld verdienen. Die Lufthansa muss entscheiden, welcher Standort, München, Frankfurt, Zürich oder Wien, mehr Passagiere lukriert. Tatsache ist, dass sich die drei Airlines in einem kleinen Gebiet die gleichen Destinationen teilen. Im Gegensatz zur AUA fliegt die Swiss profitabel. Das heißt, die AUA ist das letzte Rad am Wagen."

Der AUA-Mutter Lufthansa stellt Lauda jedenfalls auch kein gutes Zeugnis aus: "Die Lufthansa hat alles bekommen, was sie wollte. Trotzdem haben sie es nicht geschafft, die AUA profitabel zu machen. Schon vor zwei Jahren hätte das Management die Reformen angehen müssen.  Diesen Vorwurf muss man der Lufthansa machen. Eines ist klar: Je länger man in den negativen Zahlen fliegt, umso radikaler müssen die Einschnitte sein."



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