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Von: Roman Payer

Verfasst am: 02.03.12 09:05

Albrechts Bilanz zum Sparprogramm

Seit genau 120 Tagen der Chef von Austrian Airlines: Jaan Albrecht. (Foto: Martin Metzenbauer)

Seit genau 120 Tagen der Chef von Austrian Airlines: Jaan Albrecht. (Foto: Martin Metzenbauer)

Der CEO der Austrian Airlines, Jaan Albrecht, hat einen Plan. Einen, den er hartnäckig verfolgt. Gestern zog er bei einem Vortrag der Austrian Business Travel Association Abta eine Zwischenbilanz. Demnach sind bis auf die zwei Punkte Kollektivvertrag und Politik alle Kostensenkungen ausverhandelt.

Bei den Lieferanten dürfte die AUA folgende Strategie verfolgt haben: Bestehende Verträge wurden aufgeschnürt, nachverhandelt und für die AUA günstiger, allerdings mit längeren Vertragslaufzeiten abgeschlossen. Etwa beim Bordcatering, da ist der neue, billigere Vertrag unterschriftsreif. Dieser soll ab heuer für sieben Jahre gelten. Albrecht betont, dass sich für Passagiere nichts ändern werde, es gebe aber ein "kreatives Konzept" für das der Caterer Do&Co das Geschäftsrisiko trägt. Wie berichtet, sollen Economy-Passagiere auf Kurz- und Mittelstrecken anstatt eines Snacks ein umfangreicheres Essen online vorbestellen können.

Heute am Nachmittag findet am Flughafen Wien wieder ein Betriebsversammlung des Bordpersonals statt. Der Fronten zwischen Belegschaft und Management wirken festgefahren. In seiner gestrigen Rede rechtfertigte Albrecht die Kündigung des KVs. Albrecht, der selbst einmal als Piloten-Gewerkschafter aktiv war, sagte, dass der Kollektivvertrag eine stolze Errungenschaft gewesen sei, allerdings aus Zeiten, in denen die AUA das Geld hatte.

Von der Politik gibt es laut Albrecht bereits mündliche Zusagen, dass die Ticketsteuer gesenkt werde. Der Bundeskanzler und die Regierung hätten den Ernst der Lage, in der die AUA steckt, erkannt. Auch die Mineralölbevorratung könnte reduziert werden.

Dass Vertriebsvorstand Andreas Bierwirth gefeuert wurde, wollte Albrecht nicht kommentieren. Einen Aufsichtsrats-Beschluss soll jedenfalls noch nicht gegeben haben. Wie mehrere Zeitungen heute schreiben, soll Bierwirths Abflug in der nächsten Sonderaufsichtsratssitzung am 13. März fixiert werden. Der Standard bringt bereits einen Nachfolger ins Spiel, den Europa-Vertriebschef der Lufthansa, Karsten Benz.



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