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Verfasst am: 29.02.12 17:34

AUA vertagt sich

Jaan Albrecht appeliert auch an die Politik, die AUA zu unterstützen.

Foto: Peter Unmuth www.vap-group.at

Foto: Peter Unmuth www.vap-group.at

Der Austrian Airlines Aufsichtsrat hat dem Management und den Belegschaftsvertretern zwei weitere Wochen gegeben, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Wie bereits berichtet, waren die Ergebnisse der letzten Verhandlungsrunden weit von einem Durchbruch entfernt. Die Maßnahmen auf die man sich einigen konnte, hätten nicht gereicht, um den automatischen Kostenauftrieb von sieben Prozent pro Jahr unabhängig von wirtschaftlicher Entwicklung und Unternehmenserfolg abzubremsen.

Bei der Aufsichtsratssitzung Mittwochnachmittag wurde aber auch Bilanz über die anderen - teils erfolgreicheren - Bereiche des aktuellen Kostensenkungsprogramms gezogen. Austrian Airlines CEO Jaan Albrecht: "Wir haben in den vergangenen sechs Wochen jeden Euro in den Verwaltungsbereichen umgedreht, um damit mehr als 100 Millionen Euro an Kostensenkungen und 60 Millionen an Erlössteigerungen zu finden. Das reicht aber nicht, um die Austrian Airlines nachhaltig in die schwarzen Zahlen zu fliegen."

So konnte die AUA auch in den Verhandlungen mit Austro Control keinen Erfolg erzielen. "Enttäuschend" wertete der Vorstand "die Unbeweglichkeit" bei der Flugsicherung. Man habe Konzepte zur Verbesserung des Anflugs auf Wien vorgelegt und eine Entbürokratisierung bei den Lizenzen vorgeschlagen.  Beides sei auf taube Ohren gestoßen, obwohl auch Umweltentlastungen ein positiver Nebeneffekt gewesen wären.

Andere Bereiche des Kostensenkungsprogrammes, das insgesamt 220 Millionen Euro schwer sein soll waren erfolgreicher. So seien "substantielle" Beiträge von rund 60 Lieferanten eingesammelt worden. Das Streckennetz wurde angepasst, eine Gebührenentlastung für den Transferverkehr über Wien verhandelt und die Flottenharmonisierung der Mittelstrecke vorbereitet.

Von der Politik habe die AUA zwar viele positive Signale zur Entlastung erhalten, aber noch nicht das notwendige Ziel erreicht. AUA-Chef Albrecht dazu: "Ich freue mich über die positiven Signale aus der Politik. Aber ich erwarte gleichzeitig, dass sich diese in den nächsten 2 Wochen materialisieren. Es geht hier nicht um die Unterstützung für eine Fluglinie, es geht um die Absicherung des Drehkreuzes am Wiener Flughafen und am Wirtschaftsstandort Wien."

Der nächste Sonderaufsichtsrat findet am 13. März statt.



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