Austrian Aviation Net - Das Magazin der österreichischen Luftfahrt
 
 
 
   
 

News Detail


Von: Josef Zitzler

Verfasst am: 15.07.14 11:53

Farnborough: Boeing setzt auf Kapazität

Insbesondere die 737 MAX ist weltweit bei den Airlines gefragt.

Die neuen Scimitar Winglets werden bei der 737 MAX serienmäßig verbaut sein (Foto: Boeing).

Die neuen Scimitar Winglets werden bei der 737 MAX serienmäßig verbaut sein (Foto: Boeing).

Boeing gab im Zuge der Farnborough International Airshow eine Erweiterung der Produktpalette bekannt: So wird künftig eine 737 MAX 8 mit 200 Sitzplätzen zum Verkauf angeboten werden. Im Vergleich zur Basisversion der 737-Neuentwicklung sind dabei um elf Sitze mehr vorgesehen, was den Airlines gefallen dürfte. Neben der 737 verkaufen sich ebenso die 777 und 787 laut Boeing sehr gut; um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, werden diese Flugzeugtypen mit Produktionsraten auf Rekordniveau hergestellt.

Die britische Fluggesellschaft Monarch Airlines hat sich hingegen für die „normale“ Version der Boeing 737 MAX 8 entschieden. Der Abschluss eines Kaufvertrags über 30 Maschinen dieses Typs sei bereits in der Endphase, so die beiden Unternehmen. Der Auftrag hat ein Finanzvolumen von rund 3,1 Milliarden US-Dollar nach Listenpreisen; ansehnliche Rabatte sind bei Großbestellungen jedoch branchenüblich. Auch Okay Airways aus China entschied sich in Farnborough für die 737: sechs 737 MAX 8 sowie vier 737-800NG mit einem gesamten Listenpreis von 980 Millionen US-Dollar wurden geordert. Außerdem wandelte die Airline fünf 737-800 aus einer früheren Bestellung in 737-900ER um, sie wird damit der erste Betreiber des Typs in China. Mit dieser Auftragsumwandlung liegen in Summe acht Bestellungen über die „900ER“ von Okay Airways vor. Die längste Version der 737 bietet um 31 Sitzplätze mehr als die 737-800.

Auch das irische Leasingunternehmen Avolon konnte sich mit Boeing über die Anschaffung neuer Flugzeuge einigen: Sechs 787-9 sowie fünf zusätzliche 737 MAX 9 wurden im englischen Farnborough bestellt. Die Flugzeuge sind nach Listenpreisen mehr als zwei Milliarden US-Dollar wert. Avolon entschied sich damit erstmals für den Dreamliner, die fünf Maschinen der 737 MAX-Serie lassen Avolons Gesamtauftrag für diese Flugzeugfamilie auf 20 anwachsen. Die 787-9 ist um sechs Meter länger als die Basisversion 787-8 und ermöglicht eine größere Kapazität und Reichweite der Dreamliner-Serie. Die 737 MAX 9 ist das größte Luftfahrzeug innerhalb der Serie und wird laut Herstellerangaben einen Kostenvorteil von sieben Prozent pro Sitz gegenüber dem europäischen Pendant, dem A321neo, bieten.

Der aktuelle Bestseller aus Seattle dürfte die 737 MAX sein: Boeing konnte mit Stand Ende Juni bereits mehr als 2.000 Bestellungen für die Flugzeugfamilie von 42 Airlines weltweit verbuchen. Die Reihe wird mit CFM LEAP-1B-Triebwerken ausgestattet sein, der operative Kostenvorteil gegenüber dem A320neo wird von Boeing mit acht Prozent pro Sitz angegeben.



Aktuell

 
News Regional News International Feature Forum Im Focus Home Newsletter Jobs Facebook Links