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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 08.09.15 09:41

LH: Passage vor dem Aus?

Kontrollierte Insolvenz und Neustart als Extremoption möglich.

Update: Dienstag, 08.09.2015, 17 Uhr 20

Embraer 195 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Embraer 195 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Lufthansa-Chef Carsten Spohr fährt in Sachen Piloten eine harte Linie und möchte die Streiks der Flugzeugführer sprichwörtlich aussitzen, wie er am Rande des Wiener Luftfahrtsymposiums erklärte. Der Bayerische Rundfunk berichtet nun, dass es Spohr sogar auf eine kontrollierte Insolvenz der Konzernsparte Passage hinauslaufen lassen könnte.

Als Indiz dafür führt das öffentlich-rechtliche Medium an, dass erhebliche Teile der Passage-Flotte zur Salzburger Lufthansa Leasing Austria verschoben worden wären. Dem Bericht nach handle es sich dabei um eine Briefkastenfirma, so dass im Falle einer Insolvenz rasch mit einer Nachfolgegesellschaft durchgestartet werden könnte. Hierbei wären die Personalkosten unter Umständen geringer.

"Interessante Spekulation. Bloß: völliger Unfug!", erklärt Austrian-Airlines-Konzernsprecher Peter Thier am Dienstagabend eigeninitiativ. "Die Lufthansa Passage ist kein eigenständiger Rechtskörper. Würde die Spekulation stimmen, dann hieße das wohl Insolvenz für den gesamten Konzern."

Auf Anfrage wollte ein Lufthansa-Sprecher die Verschiebung von Fluggerät zu LH Leasing Austria nicht kommentieren. Der Konzern äußere sich nicht öffentlich zu Fragen, die die Finanzierung von Flugzeugen betreffen. Arbeitnehmervertreter sind jedoch der Ansicht, dass Lufthansa eine mögliche Insolvenz- und Neugründungsstrategie vorbereiten könnte.



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