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Verfasst am: 14.02.10 16:19

Vorwürfe gegen Robin Hood

Durchaus heftige Vorwürfe gegen Robin Hood-Chef Georg Pommer hagelt es in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil". Demnach hätten er und Mitglieder seiner Familie sich an Geldern der steirischen Fluglinie bedient, während Mitarbeiter auf ihre Gehälter verzichten mussten. Ermittlungen gegen Pommer wegen des Verdachts auf Betrug, betrügerische Krida und der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen seien laut "profil" am Laufen.

Von Austrian Aviation Net darauf angesprochen, meinte der Airliner: "Wir haben schon vor einiger Zeit Anzeige wegen Diebstahls durch Mitarbeiter – auch anderen Unternehmenseigentums – erstattet." Pommer weiter: "Die anonyme Weitergabe von Unterlagen, aus denen man sich mit böser Absicht Verfehlungen zusammenreimen lassen, richtet sich ohnedies von selbst."

Konkret wurde eine Rechnung, die eine Tochter Pommers an die Fluglinie gestellt hatte, als Faksimile abgebildet. Für den Zeitraum von Jänner bis Dezember 2008 hätte sie für "Catering, Fotobearbeitung und diverse Bürodienste" € 4.200 in Rechnung gestellt. Bezahlt wurde dieser Betrag laut Stempel erst im September 2009.

Pommer dazu: "Gott sei Dank hatte ich über vier Jahre die Unterstützung meiner Familie und meiner Kinder, die mir über lange Zeit unentgeltlich im Aufbau des Unternehmens zur Verfügung gestanden sind und zur Verfügung stehen. Die Honorarnote bzw. der darin enthaltene Betrag steht so auch in keinem Verhältnis zu den engagiert erbrachten Leistungen meiner Familie. Der Robin Hood-Boss betont auch, dass die Empfänger der geringsten Gehälter im Unternehmen "Pommer senior und junior" gewesen seien – mit Hinweis auf Sohn Nikolaus, der fix bei der Fluglinie angestellt ist.

Vom "profil" wurde außerdem die finanzielle Situation der Airline angeprangert. So wären im ersten Halbjahr 2009 Verluste von über einer halben Million Euro angefallen, das negative Eigenkapital sei auf über € 1,7 Mio. angestiegen.

"Dass es nicht einfach ist, brauche ich nicht zu erklären", umschreibt der Airline-Chef turbulente Phasen während der Aufbaujahre der Fluglinie, die noch dazu in die schwerste Luftfahrtkrise seit langem gefallen sind. Die Eigentümer stünden jedenfalls "voll und ganz hinter dem Unternehmen und der Geschäftsführung." Wohl auch deswegen, weil das vierte Quartal des Vorjahres laut Pommer "gut gelaufen" sei.

Was es mit den vom "profil" angesprochenen "Ermittlungen" auf sich hat, ist übrigens auch nicht ganz klar. Georg Pommer: "Es liegen keine Informationen über eine laufende behördliche Ermittlung vor!"



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