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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 14.08.14 09:01

Klagenfurt: Streit um Flughafen-Studie

Stadt und Landesholding im Zwist.

Flughafen Klagenfurt (Foto: Martin Metzenbauer).

Flughafen Klagenfurt (Foto: Martin Metzenbauer).

Die Debatte über die Notwendigkeit des Klagenfurter Flughafens scheint nicht abzureißen. Ein Schreiben der Landesholding sorgte für Verwunderung im Rathaus. Demnach solle sich die Stadt als Gesellschafterin der Airport-Gesellschaft an den Kosten einer Studie beteiligen.

Dies stößt bei FPÖ-Bürgermeister Christian Scheider auf Unverständnis, denn statt neuerlich Geld für eine Studie über den Erhalt des Flughafens auszugeben, solle man doch gleich mit den Investitionen beginnen. Weiters mutmaßt er, dass die Schließung des Kärnten-Airports noch nicht vom Tisch wäre. Die Kosten der Studie wurden mit 162.000 Euro beziffert, wobei den Vorstellungen der Kärntner Landesholding die Stadt Klagenfurt davon 50 Prozent tragen soll.

Ganz anders sieht man das allerdings seitens der Beteiligungsgesellschaft des Landes Kärnten, über die das Bundesland die Anteile am Flughafen Klagenfurt hält. Eine externe Prüfung wäre bei der momentan geplanten Investitionssumme von 30 Millionen Euro zwingend erforderlich. Nicht zuletzt aufgrund möglicher Spätfolgen aus Brüssel wäre es unabdingbar eine Vorab-Prüfung durchzuführen. Man habe das Projekt von Flughafenchef Max Schintlmeister eingereicht. 

"Da die Landeshauptstadt Klagenfurt als 20 Prozent Eigentümerin einen Anteil an den Investitionskosten zu leisten hat, ist es auch legitim sich an Projektprüfungskosten zu beteiligen. Die Ergebnisse der Projektprüfung werden den Entscheidungsträgern Land Kärnten und Landeshauptstadt Klagenfurt im September 2014 vorgelegt werde", heißt es dazu seitens der Kärntner Landesholding.

Das Projekt müsse erst vom Kärntner Landtag beschlossen werden. Das soll dem aktuellen Stand nach nicht vor dem 23. September 2014 erfolgen. Erst danach erfolgt die Einreichung in Brüssel. Bei positivem Entscheid seitens der Wettbewerbshüter soll unmittelbar darauf die Ausschreibung folgen.



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