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Von: Roman Payer, Patrick Kritzinger

Verfasst am: 26.07.11 11:20

Details zum neuen Südanflug in Salzburg

Die neue Flugroute im Süden Salzburgs. (Foto: Google Maps)

Die neue Flugroute im Süden Salzburgs. (Foto: Google Maps)

Vom Fluglärm in Salzburg sind derzeit viele Menschen in Bayern betroffen, besonders viele Flieger landen und starten über Freilassing. Das soll sich ändern. Deutschland und Österreich verhandeln im Moment den Salzburger Fluglärm über Bayern. Die Lösung soll eine neue Flugroute im Süden des Airports sein. Diese Route hat am Wochenende aber zu heftigen Protesten von Anrainer geführt. AANet hat gestern über den offenen Brief des Anrainerschutzverbandes berichtet.

Laut dem Flughafen Salzburg ist es aber wahrscheinlich, dass diese umstrittene Route noch heuer von der Austro Control verordnet wird. Die Betroffenen sehen sich übergangen. Tatsächlich ist der Fortschritt der Pläne zu einem neuen Südanflug bemerkenswert. So wisse man bereits die exakte Flugroute und welche technischen Anforderungen die Route stellt. In einer Pressemeldung erklärt Flughafenchef Karl-Heinz Bohl das neue Anflugverfahren: „Das Verfahren wird als RNP – Required Navigation Performance – bezeichnet. Voraussetzungen für die Nutzung dieses neuen Südanflugverfahrens sind technische Einbauten bei den betroffenen Airlines und genaueste Schulungen der Piloten.“  Das RNP Verfahren aus südlicher Richtung setze außerdem gute Wetterbedingungen voraus, so Bohl. Bei einem Anflug vom Süden werden laut Flughafen Treibstoffverbrauch und Flugzeit reduziert.

In der heutigen Presseinformation liefert der Flughafen Salzburg zudem Details zur geplanten Flugroute. In einer Höhe von 3000 Metern führe die Route von der Gemeine Abtenau nach einer leichten Kurve am Rande des Salzachtals entlang und folge der Tauernautobahn bis auf die Höhe des Gewerbegebiets Urstein, wo in rund 1000 Metern der Endanflug auf den Flughafen Salzburg aufgenommen werden soll.

Der Flughafen betont, dass dadurch keine neuen Belastungen für Bewohner im Süden des Flughafens entstehen werden. Dem widerspricht der Anrainerschutzverband.



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