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Von: Roman Payer

Verfasst am: 03.02.11 16:17

Malanik fürchtet Transferzeiten von drei Stunden

Foto: Martin Metzenbauer

Foto: Martin Metzenbauer

In einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" übt der Vorstand von Austrian Airlines, Peter Malanik, heftige Kritik am Flughafen Wien. Neben den Kosten für den Skylink-Terminal kritisierte Malanik vor allem dem Platzmangel am Flughafen in Wien. Malanik wörtlich: "Im Unterschied zu anderen Airports wird es in Wien immer enger."

Für Malanik war die Situation bereits vor zwei Jahren untragbar. Durch die Wirtschaftkrise und die Verkleinerung der AUA sanken ab 2008 aber die Passagierzahlen, somit "ging es gerade noch". 2010 haben sich die Passagierzahlen erholt. Malanik nannte im Interview mit dem "Standard" die Infrastruktur am Airport "eine Schande".

Gegenüber Austrian Aviation Net sagte Flughafen-Pressesprecher Clemens Schleinzer, dass man die Kritik ernst nehme. "Wo Optimierungen notwendig und möglich sind, werde man gemeinsam daran arbeiten", so die Stellungnahme des Flughafens.

Dass der Skylink Mitte 2012 in Betrieb geht, daran zweifelt Malanik nicht, doch für die AUA sei der neue Terminal bereits zu klein. "Wir, die Lufthansa-Gruppe, werden nicht alle Flüge dort unterbringen." Der Grund: Es gäbe zu wenige Andockstationen. Die AUA werde somit auch den Pier Ost nützen müssen. Die Aussage Malaniks, dass der Skylink zu klein sei, wieß Schleinzer vehement zurück: "Aufgrund der prognostizierten Verkehrsentwicklung ist die Terminalerweiterung ausreichend dimensioniert."

Vom neuen Flughafen-Chef Christoph Herbst erwartet Malanik, dass sich VIE zu einem Transfer-Flughafen bekennt. Anschlüsse sollen schneller abgewickelt werden. Es gäbe zwischen dem Flughafen Wien und der AUA aber eine gute "Gesprächsbasis".

Malanik befürchtet, dass die AUA in zehn Jahren Transfer-Zeiten von bis zu drei Stunden hat, sollte die dritte Piste bis dahin nicht kommen. Er rechnet nicht, dass eine weitere Start- und Landebahn vor 2018 oder 2020 kommt.

Auf die Frage, ob im Zuge der AUA-Sanierung zu viele Mitarbeiter abgebaut wurden, räumte Malanik ein, dass sie bei den Bereichen wie Check-In, Boarding und Ticketschalter "vielleicht etwas zu weit gegangen sind". Von den ursprünglich 600 Flughafen-Mitarbeitern hat die AUA innerhalb von zwei Jahren auf 500 reduziert. "Da stellen wir wieder ein", sagte Malanik abschließend.



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