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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 28.09.15 15:39

Air Berlin: Good bye, 737-700!

Tuifly-Maschinen sind nicht betroffen.

Boeing 737 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Boeing 737 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Boeing 737 sorgte ab dem Beginn der 1990er Jahre für einen rasanten Wachstum der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin, doch ähnlich wie bei Lufthansa hat das Muster ein Ablaufdatum bzw. einen Ausflottungstermin. Künftig setzen beide Carrier hauptsächlich auf Modelle der A320-Familie. 

Eigentlich plante Air Berlin die mittlerweile in die Jahre gekommene Airbus A330-Flotte durch Boeing Dreamliner zu ersetzen, doch daraus wurde nichts, denn die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft storniere ihre Langstreckenorder. Gleichzeitig bestellte man auch eine ältere 737-Order wieder ab. Künftig will der Konzern nur noch Maschinen von Airbus und Bombardier in der Flotte haben.

Die Dash 8-Q400, betrieben durch die Luftfahrtgesellschaft Walter, stellt das Rückgrat der Kurzstreckenflotte dar. In den letzten beiden Jahren wurde der Bestand von ursprünglich zehn auf 17 Einheiten erweitert. Bei der österreichischen Tochtergesellschaft Niki mussten die sieben Embraer-190-Regionaljets die Flotte verlassen und wurden an Helvetic abgegeben. Im Gegenzug erhielt die von Niki Lauda gegründete Airline wieder Airbus A319-Maschinen, so dass die österreichische Flotte nun insgesamt 22 Mittelstreckenjets ausmacht: Fünf A319, 13 A320 und vier A321.

Die schweizerische Tochter Belair betrieb ursprünglich auch Langstreckenjets der Typen Boeing 757 und 767. Diese wurden nach der Übernahme durch Air Berlin rasch ausgeflottet. Das Unternehmen betreibt derzeit in den Farben der Muttergesellschaft zwei A319 und sechs A320.

Air Berlin selbst überstellte einem Bericht des deutschen Branchenportals Aero.de nach die letzte verbliebene Boeing 737-700 zu Rulli Airlines. Es verbleiben jedoch sechs 737-700, die bis zumindest 2019 durch Tuifly betrieben werden. Die Ausflottung der von Air Berlin selbst betriebenen 737-800 soll im Laufe des Jahres 2016 erfolgen. Acht Einheiten werden durch Tuifly betrieben und sind dem aktuellen Informationsstand noch bis 2019 in der Air-Berlin-Flotte.

Die einst größte Teilflotte der Air Berlin Group wird im kommenden Jahr auf 13 Einheiten, die von Tuifly betrieben werden, schrumpfen. Die Ära Boeing 737 im Eigenbetrieb wird 2016 enden, jedoch faktisch erst 2019, wenn der Vertrag mit Tuifly ausläuft. 

Auf welches Nachfolgemuster für die Airbus A330-Maschinen Air Berlin setzt, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass es sich um Airbus-Langstreckenjets handeln könnte.



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