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Von: Sonja Dries

Verfasst am: 12.01.12 16:34

Skylink startet in der ersten Juniwoche

Ein ungefährer Termin für die Eröffnung, Probleme beim Leitsystem und ein überraschender Gast erwartete die Journalisten beim Pressetermin am Skylink.

770 Millionen soll der Skylink letztendlich gekostet haben. (Foto: Sonja Dries)

770 Millionen soll der Skylink letztendlich gekostet haben. (Foto: Sonja Dries)

In der ersten Juniwoche 2012 soll der Skylink am Wiener Flughafen in Betrieb gehen, dessen Kosten sich aus heutiger Sicht auf knappe 770 Millionen Euro belaufen werden. Dies verlautbarte Günther Ofner, Vorstandsmitglied des Flughafen Wien, beim heutigen Pressetermin.

Zusammen mit Vorstandskollege Julian Jäger und überraschenderweise Peter Malanik, COO der Austrian Airlines, stellte sich Günter Ofner heute den Fragen der Presse und durchlief zusammen mit den Journalisten den Probebetrieb am neuen Terminal des Flughafen Wien. Seit 5. Jänner testet der Airport mit Statisten, ob alle Prozesse ordnungsgemäß ablaufen. Die Testpassagiere müssen beispielsweise Gepäck einchecken oder ein Abflugsgate suchen, berichtet Austrian Aviation Net in einer Reportage vom Probebetrieb.

Bereits ab dem ersten Betriebstag sollen laut Jäger bis zu 50.000 Passagiere täglich den Skylink nutzen. Bei den zwei noch bevorstehenden Massentests werden jeweils 400 Personen die Belastbarkeit des Systems überprüfen. Insgesamt 2300 Testpersonen werden in den 33 Betriebstagen noch bestehende Probleme sichtbar machen.

Bisher sind 250 offene Punkte aufgefallen: Falsche Telefonnummern in den Systemen, defekte Touchscreens oder das Fehlen von Infoscreens (sie werden ab März in Betrieb genommen) waren darunter. Besonders oft wurde beanstandet, dass die Logik des Leitsystems, das die Passagiere durch die Hallen des Terminals führen soll, nicht nachvollziehbar sei. "Daran werde derzeit noch gearbeitet", so Peter Mayerhofer, Leiter des Probebetriebes. Ende April soll die Testphase dann abgeschlossen, bis Juni die letzten Mankos behoben werden.

Einen Störfaktor, der in den letzten Tagen durch die Medien ging, konnte noch nicht beseitigt werden. Der Saboteur, der in den letzten Monaten Kabel-und Datenleitungen durchschnitten und auch die Dachfolie beschädigt hatte, konnte bisher nicht gefasst werden. "Wir werden dem kranken Typen hoffentlich bald auf die Spur kommen," so Vorstandsdirektor Ofner. Man gehe davon aus, dass die Person ein Insider sei und sich gut mit der Technik auskenne. Ofner sieht eine Bedrohung für den laufenden Probebetrieb und in Zukunft auch für den Echtbetrieb, wenn der Saboteur nicht bald gestoppt wird. Überwachungskameras, Securities und das Einbeziehen der Exekutive sollen dabei helfen.

AUA Vorstand Peter Malanik, der bei der Pressekonferenz der AUA vor zwei Tagen noch mehr "Good Will" vom Flughafen Wien gefordert hatte, wollte es übrigens als "optische Symbolik" verstanden wissen, dass er zwischen den beiden Vorständen des Flughafens stand, dies sei "programmatisch für den Skylink".



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