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Von: Christoph Griensteidl

Verfasst am: 14.09.09 14:39

NIKI: Große Expansionspläne für Wien

Neue Destinationen, höhere Frequenzen, mehr Flugzeuge.

Bei der heutigen Pressekonferenz der NIKI Luftfahrt GmbH versammelte sich alles, was in der österreichischen Luftfahrtpresse Rang und Namen hat im DO&CO Restaurant am Stephansplatz.

Der Ort im Herzen von Wien lässt sich in zweifacher Hinsicht mit NIKI verbinden: Einerseits hob Lauda hervor, dass ihn bei seinem Erfolg, NIKI als „Quality Low Cost Airline„ zu positionieren, die Bordverpflegung vom „Hoflieferanten Demel„ – wie er seinen Caterer in dezenter Vermeidung von „DO&CO„ mit einem Schmunzeln bezeichnete - sehr zu Gute kommt. Andererseits betonte er auf die Frage, ob denn er nun der „National Carrier„ sei, dass sich für ihn auch durch die Übernahme der AUA durch die deutsche Lufthansa nichts geändert habe: er als Österreicher führt ein rein österreichisches Unternehmen; der Rest versteht sich von selbst...

Die Expansion seines Unternehmens wird trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes
- NIKI hat von der vielzitierten Wirtschaftskrise genau genommen sogar profitiert - durch die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 getragen. Ein schlankes Management, eine präzise Streckenplanung sowie ein richtiges Gesamtkonzept hätten laut dem Airliner Lauda maßgeblich dazu beigetragen, Kurs zu halten und die Wachstumsziele zu erreichen. Das erste Halbjahr 2009 zeigte daher mit einem Plus von 25% an Passagieren, 20% an Umsatz und einem Ergebniszuwachs von 30% eine erfreuliche Entwicklung.

NIKI kann die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2009 von rund 275 Millionen Euro bestätigen und wird bei einem Passagiervolumen von rund 2,6 Millionen im Jahre 2009 erneut einen Gewinn erwirtschaften. Für das Jahr 2010 wird dann ein Umsatz von 400 Millionen Euro sowie ein Passagiervolumen von 3,2 Millionen angepeilt. Die Mitarbeiterzahl soll dabei von 500 auf 600 gesteigert werden.

Das Unternehmenswachstum sei gesund, weil profitabel gewachsen werde. Der „Nerv der Nachfrage„ wurde getroffen, indem sowohl der niedrige Preis als auch der hohe Servicestandard beibehalten werden konnten. Die Flüge seien bei den Kunden beliebter denn je, wie auch laufend durchgeführte Befragungen der Passagiere zeigen würden.

Ob sich das Passgierprofil verändern würde, sei dennoch schwer nachzuvollziehen, da bereits fast 70% der Buchungen online und nicht im Reisebüro getätigt werden.
Klar sei jedenfalls (im Jargon des Mannes, der eher zu offenem Hemdkragen neigt), wer speziell auf der Frankfurt-Strecke im Point-to-Point-Verkehr die deklarierte Zielgruppe sei:
die „Krawattenflieger„...   

Mit Blickrichtung Zukunft stockt NIKI im Jahr 2010 die Flotte von 12 auf 16 Flugzeuge auf. Zwei Embraer E190 sowie zwei Airbus A320 werden den Flugzeugpark verstärken und aus eigenem Cashflow auf 12 Jahre finanziert werden. Die bereits vorhandenen Flugzeuge sind bis auf eine einzige Maschine, welche geleast wurde, übrigens ebenso selbst finanziert worden und mit einem Durchschnittsalter von nur einem Jahr und 8 Monaten bemerkenswert jung.

Im Zuge der Flottenerweiterung werden ebenso neue Strecken aufgenommen wie auch bestehende Kapazitäten verstärkt.

 „City-Shuttle„ NEU:

  • Ab November 2009 gibt es eine tägliche dritte Frequenz nach Frankfurt
  • Ab Februar 2010 werden die von Lauda als langfristige Wachstumsmärkte bezeichneten Städte Bukarest (mit A320) sowie Belgrad und Sofia (jeweils mit E190) täglich (6x pro Woche) bedient
  • Ab Sommer 2010 wird eine dritte tägliche Frequenz nach Paris geboten
  • Ebenso ab Sommer 2010 werden die Slots auf der Strecke Wien-Rom optimiert und es wird ein größeres Fluggerät (A320 statt E190) zum Einsatz kommen 

„Touristik-Linie„ NEU:

  • NIKI verstärkt den Produktfokus Spanien und wird ab Februar 2010 neben einer Frequenzaufstockung von Malaga (von 3 auf 5 wöchentliche Flüge) nun auch Jerez de la Frontera nonstop anfliegen
  • Nach dem Ende von SkyEurope wird von Wien aus nun auch Sardinien angesteuert. Die ohne Umsteigen erreichbaren Ziele sind dabei Olbia (2x pro Woche) und Cagliari
  • Die Ferienkapazitäten nach Griechenland, in die Türkei, nach

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