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Von: Roman Payer

Verfasst am: 20.01.11 14:30

Aer Lingus-Crews streiken gegen Dienstpläne

Der Donnerstag-Flug Dublin-Wien-Dublin wurde bereits gestrichen. Weitere 33 Verbindungen betroffen.

Am Dienstag fand letzte Aer Lingus-Flug mit einem Airbus A320 nach Wien statt. (Foto: Andy Graf)

Am Dienstag fand letzte Aer Lingus-Flug mit einem Airbus A320 nach Wien statt. (Foto: Andy Graf)

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus ist derzeit von einem Streik betroffen. Seit Montag sind zahlreiche Flüge gestrichen worden, Heute, Donnerstag fielen 34 Flüge aus, darunter befindet sich auch der Abendflug von Dublin nach Wien und retour. Die Vertretung in Österreich, BFS Touristik war am Nachmittag telefonisch schwer erreichbar. Seit Dienstag würden betroffene Passagiere aus Österreich wegen Umbuchungen bei BFS anrufen, sagte man zu Austrian Aviation Net. Aer Lingus informierte die Betroffenen via SMS über die Flugstreichung.

Derzeit bucht BFS alle betroffenen Passagiere auf den morgigen Wien-Flug um. Nach letzten Informationen soll der morgigen Flug zwischen Wien und Dublin planmäßig stattfinden. Passagiere aus dem Westen Österreich, die heute ab Wien geflogen wären, konnten von München nach Dublin fliegen, der Münchenflug war heute nicht gestrichen. Betroffene Passagiere, die im Internet gebucht hatten, können über die Buchungswebsite kostenlos umbuchen oder stornieren. Bei Buchung im Reisebüro kümmert sich dieses um die Lösungen für die Passagiere.

Grund für den Streik sind neue Dienstpläne für das Kabinenpersonal. Die Flugbegleiter sind mit den Dienstplänen, die die Arbeitszeiten betreffen, nicht einverstanden. Die Fluglinie hatte gestern 82 Mitarbeiter suspendiert, die sich weigerten nach den neuen Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Eine Sprecherin von Aer Lingus sagte, dass sich die Zahl der Suspendierungen auf 120 erhöhen könnte. Wie lange der Streik noch andauert, ist vorerst unklar.

Aer Lingus-Flugbegleiter müssten laut irischen Medien nach einer Vereinbarung, die im März geschlossen worden ist, 850 Stunden pro Jahr arbeiten. Dieser Vereinbarung stimmten die Flugbegleiter voriges Jahr mit 93 Prozent eindeutig zu. Doch jetzt sträuben sich die Kabinencrews die neuen Dienstpläne einzuhalten.

Aer Lingus hatte im Jahr 2010 eine Million Passagiere eingebüßt und musste nach Millionenverlusten saniert werden. Die Restrukturierung sei laut Management noch nicht abgeschlossen.



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