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Von: Josef Zitzler

Verfasst am: 21.07.14 11:13

Trotz Verlust Optimismus bei FACC

Umsatzplus aber Ergebnisminus, gute Auftragslage und hohe Nachfrage nach Flugzeugkomponenten.

Die Herstellung von Winglets ist einer der Schwerpunkte von FACC (Foto: FACC).

Die Herstellung von Winglets ist einer der Schwerpunkte von FACC (Foto: FACC).

Der österreichische Komponentenhersteller FACC konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 ein Umsatzplus von 6,2 Prozent verbuchen, 119,7 Millionen Euro wurden umgesetzt. Positiv beeinflusst wurde das Wachstum vor allem durch erhöhte Produktumsätze, vor allem bei den Programmen von Airbus A321, Airbus A350 sowie Boeing 737 und 787. Geringere Umsätze ergaben sich bei dem Verkauf von Entwicklungsleistungen, da im Vergleichsquartal 2013/2014 eine wesentliche Abrechnung von Entwicklungsleistungen verbucht werden konnte, wohingegen im vergangenen Quartal keine Abrechnung dieser Art vorgenommen wurde.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich im ersten Quartal auf -5,3 Millionen Euro, um 6,4 Millionen Euro weniger als in der gleichen Periode im Vorjahr. Auch hierfür war maßgeblich die Abrechnung im Bereich Entwicklungsleistungen im vergangenen Geschäftsjahr ausschlaggebend, da zwischen April und Juni 2014 laut dem Unternehmen keine diesbezügliche Buchung geplant war. Ebenso liefen in der genannten Periode Neuprojekte in der Abteilung „Interiors“ an, die anfänglich noch sehr kostenintensiv waren. Zudem trug auch der Euro-Dollar-Wechselkurs der letzten 12 Monate planmäßig zu einer Schwächung des Ergebnisses bei. Sowohl Entwicklungsleistungen als auch die Neuprojekte sind allerdings nach dem ersten Quartal im Plan.

Im vergangenen Geschäftsquartal wurden Investitionen in der Höhe von 11,4 Millionen Euro durchgeführt, um 200.000 Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Überwiegend sind dabei Engineeringleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Airbus A350-1000 zu nennen. Zusätzlich wurden die Produktionskapazitäten erhöht, Effizienzsteigerungen „befinden sich in der Umsetzung“. Zum Stichtag 31. Mai 2014 waren 3.055 Mitarbeiter bei FACC beschäftigt, davon 2.681 an österreichischen Standorten.

Rückblickend ist das Unternehmen mit der Entwicklung des Quartals zufrieden, eine Fortsetzung des positiven Trends wird erwartet. Das Nachfragehoch in der Luftfahrt wird als anhaltend eingestuft, zumal bei der Farnborough International Airshow in der vergangenen Woche knapp 1.000 Flugzeuge von Airlines bestellt wurden. Vor allem im Bereich der Aufträge über die A320-Familie sieht sich FACC seinen Wachstumszielen näherkommen, insbesondere neue Aufträge über die Produktion von Wing- und Sharklets seien wichtig für die Festigung der Zuliefererposition.

Ein Meilenstein für das Unternehmen war zweifelsohne der Börsengang am 25. Juni 2014. Laut dem Konzern konnte dadurch eine „wesentliche Eigenkapitalstärkung erzielt und die Eigentümerstruktur stark verbreitert werden.“ Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender von FACC, meint dazu: „Der Börsegang ist ein bedeutender Meilenstein in der FACC Historie und wird dazu beitragen, unsere Wachstumsziele zu ermöglichen. Allein im Geschäftsjahr 2014/15 planen wir noch beträchtliche Investitionen betreffend Ausweitung von Kapazitäten, Steigerung der Automatisierung  und Entwicklung neuer Programme. Weiters ermöglicht uns die Kapitalerhöhung, gezielte Akquisitionen vorzunehmen und ein aktiver Teilnehmer an der Konsolidierung der globalen Luftfahrzulieferindustrie zu sein.“ Man darf also gespannt der Zukunft des Flugzeugkomponentenherstellers entgegenblicken.



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